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sammtcn architektonischen Formen der Nikolaikirche, gegendie beiden andern eben genannten kirchlichen Gebäude be-trachtet, einen etwas schwerfälligeren Charakter zu habenscheinen. — Wir haben schon andere frühere, den Tauf-stein vom I. 1563 i), die schätzbare Sammlung alter Ge-mälde aus dem 16. Jahrhundert, hinter dem Altar, welchevorher an den Grabmälcrn verschiedener Familien in derKirche zerstreut gewesen, aber nachher hicher gesammelt undvom Schmutz gereinigt worden sind 2), und die ChristianDistelmcycrschcn Familien-Bildnisse 2), erwähnt und zum
1) S. oben S. 113.
2) S. oben S. 114. Diese Gemälde stehen in folgender Ordnung:I) die Geburt deS Heilandes, 1526. 2) Christi Darstellung im Tempel,1591. 3) Die Anbetung der Waisen aus Morgenland, 1567, (ehedemzum Grabmale dreier kurs. Apotheker Zehender, Heuenzmeyk und Aera-rius gehörend). 4) Die Taufe Christi, ohne Jahrzahl. 5) Die Auf-erwcckung des Lazarus, 1552. 6) Die Samaritcrin am Brunnen, 1555.7) Der barmherzige Samariter, ohne Jahrzahl. 8) Christi Salbimgdurch Maria Magdalena, 1567. N) Christus, von den Kriegsknechtenverspottet, 1518. 19) Die Gefangennchmung Christi iin Garten, ohneJahrzahl. 11) Christi Kreuzigung. 12) Eine Grablegung Christi,1519. 13) Christus am Kreuze. 14) Christi Auferstehung, 1569.15) OaS jüngste Gericht, 1557. 16) Christi Höllenfahrt, 1562.17) Gesetz und Evangelium, 1592. 18) Christi Geisselung, 1559.19) Die Himmelfahrt des Erlösers, eins der besten. Die Beschreibungder St. Nikolaikirche, vom Probst Ribbcck, 1817, enthalt von S. 28 bis46 Bemerkungen über den Gegenstand und den künstlerischen Werth ei-nes jeden Gemäldes.
3) S. oben S. 14 l. In der Kapelle über dem SprögelschenErbbegräbnisse findet sich ein großes Gemälde, auf melchem nebendem gekreuzigten Erlöser der hochverdiente Kurfürstliche Kanzler Lam-bert Distelmeyer, Vater des Christian DistclmeyerS, mit seiner ganzenFamilie in Lebensgröße abgebildet ist, und das der Magistrat zumAndenken cineS Mannes anfertigen ließ, der sich nicht allein um denStaat als Kanzler von 1558 bis 1588, sondern auch um Religion undWissenschaft, um Kirchen und Schulen verdient machte. Er rveihetedas Berlinische Gymnasium im 1.1574 ein, und nahm sich dieser An-stalt an, als derselben bald nach ihrer Entstehung die Gefahr der Auf-