und auf denen das einfache von schönen Spitzbogen gcbil-dctc Gewölbe ruhet, die in den Seitenschiffen, wegen dergcringern Spannung, kühner geschwungen sind ch.
Außer einigen nicht bedeutenden Dcnktafeln aus demlöten Jahrhundert und der Epoche, die wir jetzt beschrei-ben, sind zwei im 17tcn Jahrh. angelegten Erbbegräbnissevorzüglich bcmcrkcnswcrth, das erste ist das grast, v. Spa r-r c fch c und das den Eingang desselben schmückende Dcnkmahl.Zwischen zwei Säulen von römischer Ordnung, die ein Ge-simse, geschmückt mit dem Wappen und vielfachen Waffenund Fahnen, tragen, knieet in Lebensgröße ein völlig ge-rüsteter Ritter vor einem Bctpulte, auf welchem Bibel,Kruzifix und Todtcnkopf. Hinter ihm hält ein Knabe denHelm. Es ist nicht ausgewiesen, wer hier dargestellt wor-den. Erbauer der Gruft ist der auf der entgegengesetzteSeite des hohen Chors abgebildete berühmte FeldmarschallOtto Christoph von Sparre, und als Vcrfcrtiger des mar-mornen Denkmals nennt man den Bildhauer Artus Qucl-linus aus Antwerpen, der das von Jakob von Kämpenerbaucte herrliche Rathhaus zu Amsterdam mit vorzüglichenStatüen geschmückt hat. Die Wand neben dem Monu-mente zieren zwei Gemälde von B. Block aus Lübeck vomI. 1668 auf Kupfer, zwei Mitglieder der Cparrcschcn Fa-milie in Lebensgröße darstellend. Die von der andern Seitebefindliche Erbgruft, auch am Eingänge mit zwei kniccndenFiguren, gegen ein Kruzifix gerichtet, gczicret, ist das vonRöbclfchc, worin sich die Särge des Freiherr» Karl Hil?dcbrandt von Kanstcin, des hochverdienten Begründers derHallcfchen Bibel-Anstalt, so wie die des berühmten Dich-ters von Kanitz (geb. 1654, gest. 16W) und feiner vonihm unter dem Namen Doris besungenen Gattin Doro-thea Emerenzia von Arnimb befinden 2).
1) C. Seidel, die schönen Künste in Berlin. S. 13.
2) Klein, Geschichte der Marienkirche. S. 29 u. folg.