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gesetzt. Der Thurm überhaupt hatte eine Hohe von 251Fuß 1) Zoll. Im Innern hatte er 3 Fenster, ausserhalbaber war er, bis da, wo es das Dach der Kirche hinderte,mit 2 Fenster übereinander von allen vier Seiten erleuchtetund mit einer Gallerie geschlossen. Ueber diesem Mauer-werk befand sich ein hölzerner Aufsatz von zwei Geschossen,von welchem das erste mit jonischcn Wandpfcilcrn undBildhauerarbcit, das zweite mit einer inncrn Gallerie ge-ziert war. Der Thurm war mit Kupfer gedeckt. Eineseltene Reihe von Gcwitterschlägcn trafen ihn in den I.1683, 1796, 1719 und 1729 und erschütterten seine Festig-keit, so daß er im I. 1787 bis zu einer Höhe von 161Fuß 9 Zoll abgetragen werden mußte i). Was dann mitihm weiter geschah werden wir zu seiner Zeit sehen, wol-len hier nur aber bemerken, daß das Innere dieser sonderZweifel schönsten der alten Kirchen Berlins, von 26 imhohen Spitzbogen gewölbten Fenstern schön erhellet, ausdem Hauptschiff mit dein in gleicher Breite fortlaufendenhohen Chor, und aus zweien schmaleren, aber beinahe mitdem Langbau gleich hohen Seitenschiffen besieht, deren rechtsvom Haupteingang gelegenes, durch den im I. 1729 unter-nommenen Anbau der sogenannten Kapelle, zum Thcil einebeträchtliche Erweiterung erhalten hat. Die Lange desSchiffes betragt 167 Fuß 8 Zoll, der hohe Chor ist imLichten 51 Fuß 4 Zoll lang, zusammen also 219, ohne dieunter dem Thurmc gelegene Vorhalle, mit der die gcsammteLänge des Innern 245 Fuß ausmacht; die größte Breitebeträgt 67, und die Höhe endlich 55 Fuß. Hauptschiffund Ncbenschiffc ruhen auf zwölf Pfeilern, von denen zweials halbe Wandpfeilcr in das hohe Chor fallen, welchesin sieben Seiten eines Vierzchnecks geschlossen ist. DieGurten steigen wie halbe Stäbe von der Sohle auf anden hohen und schlanken Pfeilern empor, welche kleineKopfgcsimse mit einigen kappenartigcn Verzierungen haben,
1) .Min, Gesch. der Marienkirche, S. 11 — 12. 32 — 33.