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Kaskctt und dm Degen, welchen der große Kurfürst inder Schlacht bei Fchrbellin getragen; einen Sattel, zwi-schen welchen» und dem Pferde in eben der Schlacht eineKugel, ohne Beschädigung des Pferdes und des Reutersdurchgegangen; das Kurfchwcrdt; den Kurzcpter; die Reichs-sahne; einen vom Pabst Alexander VI, geweihten, und imI. 1198 dem Herzog Bolcslaus von Pommern geschenktenDegen, und andern Seltenheiten, mit welchen die Rüst-kammer schon damals ausgeschmückt wurde, theils unterdes großen Kurfürsten Nachfolgern dahin kamen, z. B. dergoldene und cmaillirte Degen des Königs Friedrichs 1-,das Bildniß des Obcrkammerherrn und ObcrstallmcistcrsGrafen von Wartcnbcrg, zu Pferde; das Bildniß in Le-bensgröße eines wilden im 1.1727 in Preußen gefundenenPferdes; der messingene Montirungsdegcn des Königs Frie-drich Wilhelms 1-; die Trommel mit des Heerführers derHufsiten Ziska Haut überzogen, und der sogenannte Zau-berbogen der böhmischen Prinzessin Libussa, welche beidezu Giatz sonst verwahret, und nach der Eroberung dieserFestung im I. 1712 hichcr gesendet worden sind ^). Indem Mittclflügcl über der verdeckten Reitbahn hatteKönig Friedrich I. ein kleines Opcrntheater einrichten las-sen, wo Ballette, italienische Opern und deutsche Operet-ten, Schauspiele, französische Komödien u. s. w. aufgeführtwurden, bis zum I. 1708, wo das deutsche Singspiel:Alexanders und Roxanens Heirarh, nebst Prolog und Epi-log von dem von Besser, das letzte gewesen ist, was aufdiesem Platze bei Vermählung des Königs mit seiner drit-ten Gemahlin, der mecklenburgischen Prinzessin SophieLuise vorgestellt ward. Da ein Theil der in der Rüstkam-mer befindlichen Gegenstände im I. 1718 und in den fol-genden Iahren nach und nach für 68,000 Rthlr verkauft,und von dem noch übrig gebliebenen beträchtlichen Vorra-
1) Küster, Th. III. S. 98—Ivo. und Zusätze. S. 517. Nicolai,Beschreib, von Berlin, Th. II. S. 908—1910.