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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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Iii.?

mich gegen die ursprünglich gutgedachte Faeade dieses sei-nem ersten Zwecke in der halbrunden Forin sehr entspre-chenden Gebäudes, die kahle Hintcrwand unangenehm auf-fallt, so muß man in Erwägung ziehen, daß das Ganzein ein Bollwerk der alten Festung hincingebauct ward, unddaher die Rückseite, welche gegenwärtig nach der Seite derStraße: hinter dem Neuen-Packhof: gekehrt ist, da-mals gar nicht zu sehen war.

Als Kurfürst Friedrich Wilhelm im I. 1688 starb,war von dein obgedachtcn, von Schmids angelegten neuenGebäude die Seite nach dem Durchgänge neben der Schloß-apotheke bis ins vierte Geschoß fertig; aber die Seite nachdem Wasser ward erst unter dem Kurfürsten Friedrich III.nachhcrigen König Friedrich I. vollendet, wo dennauch auf die runde Mauer der alten Kapelle, das eckigean der Seite mit Fenstern versehene Gemach gesetzt wurde,welches der berühmten Kurfürsiin Sophie Charlotte zurBibliothek und zum Lesezimmer diente. Nering führte denBau, nach Schmids im I. 1692 erfolgten Tode, allein,

No. 18. Sie soll unter dem großen Kurfürsten erbauet worden sein,um den in dieser' Gegend der Stadt wohnenden courfähigen Familien,zu einer Zeit wo die Eauipagen, oder wie man sie damals nannte, dieKarreten noch selten und kostspielig waren, die Bequemlichkeit zu oer-schaffen, sich an Hof- und Gallatagen zu Fuß nach dem Schlosse be-geben zu können. Als im I. 170g der kaiserlich-russische Gesandte vonder Lith, der in der Burgstraße, der Kavalierbrücke gegenüber wohnte,wegen der von Peter dem Großen gegen den König von SchwedenKarl XII. gewonnenen Schlacht bei Pultava «in Festin nebst Illumina-tion und Feuerwerk gab, wobei der Uebergang der Schweden über denDnieper auf der Spree vorgestellt wurde, fiel die von der übermaßigenMenge von Zuschauern zu sehr beschwerte Brücke ein, so daß vieleMenschen ins Wasser stürzten, etliche darin umkamen, andere beschädi-get wurden (s. Küster, Th. III. S. ää.). Die Brücke wurde hergestelltund diente als Laufbrücke zur Verbindung zwischen der Burgstraße unddem Lustgarten bis zum I. 1773, wo sie ganz baufällig war, und Frie-drich II. sie abtragen ließ.

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