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Schwester, die Herzogin Hedwig erbauet wurde, aus diejetzige Höhe, bauete im I. 1669 das Schloßthor neu,nach dorischer Ordnung, und im I. 16kl das Ballhaus,ein abgesondertes Gebäude, von der Seite des Lustgartens.Da er aber bei der unten näher beschriebenen BefestigungBerlins gebraucht wurde, so gab man auf kurze Zeit dieAufsicht über den Schloßbau dem aus Picmont gebürti-gen, im I. 1669 ans Schweden als Oberster, General-Quarticrmcistcr und Baumeister berufenen Philipp von Chieseoder Chiesa,i) 5,^, Michael Mathias Schmids
oder Smids. Unter Chicsa war wegen der vielen Kriegeworin der, große Kurfürst bis zum Frieden von St. Gcr-main im I. 1679 verwickelt gewesen ist, nur von einigenReparaturen im Schlosse die Rede; aber vom I. 1691 anerhöhte M. M. Schmids den von Niuron crbaucten, dreiFenster breiten Vorsprung an der Wasserseite, und verziertedenselben mit zwei übereinander liegenden Ballonen; dar-auf führte er das zwischen diesem und dem eckigen Thurm-bau etwas zurücktretende neun Fenster breite Schloßgebäu-de auf, und crbauete über den niederen, neben dem Ly-narschcn Qucrgebaude gelegenen Küchen, den Prachtsaal,der nachher zun, Hofthcatcr eingerichtet wurde. Dieser so-wohl, wie auch das erwähnte Schloßgebäude mit seinenhohen und runden Fenstern, und mit seiner Bogenlaubenach dem großen Hinterhofe zu, zeigen jedoch gegen Schmidsübrige Werke, den Marsiall in der breiten Straße undmehrere Hänser in Potsdam betrachtet, eine ungleich grö-ßere Eleganz des Styls, weshalb viele annehmen, daßsein Schüler, der berühmte Rcring, dem überdies dieAusführung dieser Gebäude mit aufgetragen gewesen, die
1) Nicolai, Beschreib, von Verl. Th. I. S. 93—gl. Chicsawurde von dem Kurfürsten in Geschäften nach Paris geschickt undließ sich zu dieser Reise einen zweisitzigen, in Rieinen Hangenden Wa-gen bauen; diese Erfindung fand in Frankreich Beifall, wurde baldallgemein, und diese Wagen erhielten den Namen Verl ine§.
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