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nämlich d-cr Schiffsstreit, bei Gelegenheit der Vermählungdes Landgrafen Ludwig von Hessen mit des KurfürstenSchwester Magdalena, wovon Hastitz also berichtet: „AmSonntage Trinitatis 1008 auf den Abend ist der Schiffs-streit auf der Spree gehalten, daß die großen Schiffe, soauf der Spree stehen, voll Schützen mit großen Stückenund anderm Feuerwerk von Spandau herausgefahren ge-kommen, denen die Schützen, so der Kurfürst neuerlichannehmen lassen, auf der langen Brücke stehend, entgegengeschossen und gleich also mit einander gekämpft haben,welches fast bei zwei Stunden gewahrt" ^).
Die erste Gemahlin des Kurfürsten, Katharina, eineTochter des Markgrafen Johann von Küsirin, eine eifrigelutherische und gottesfürchtige Fürstin, ließ den Druck ver-schiedener erbaulicher Gebetbücher besorgen, schrieb selbst einGebetbuch, besuchte gern Kranke um ihnen Rath und Hülfezu erthcilen, und gründete die noch vorhandene Schloßapo-thekc, woraus sie hülfsbedürftigen Personen Arzneimittelreichen ließ. In der kölnischen Vorstadt hatte sie den, vonJohann Georg zwischen der jetzigen Jager- und Krvncn-straße erkauften, Tobias Spiegclschcn Garten in einen Vieh-hof verwandelt, und ließ die daselbst gewonnene Milch nachBerlin zum Verkauf bringen. Hiervon soll der Mvlkcn-markt 2) ungefähr im I. 1600 seinen Namen erhaltenhaben. Als im I. 1604 ein neuer Jägcrhof gcbauet wer
1) Willen, 1820. S. 195-196.
Ä) Daß dieser zwischen der Stralauerstraße, Spandauerstraßeund Mühlendamm gelegene Platz, bis im Anfange des Ilten Jahr-hunderts, wo der neue Markt angelegt wurde, der einzige Markt inBerlin war, haben wir schon oben bemerkt. Daß er späterhin nochdiese Bestimmung behielt, ist ebenfalls bekannt, und davon haben auchdie beiden Gassen, welche von dem Nikolaikirchhof nach dem Molken-markte führen, nämlich die Eiergasse und Bollengasse, ihreNamen, erster«, weil an Markttagen dort Eier feil geboten wurden,die andere von dem Verkauf der Zwiebeln, welche in« Vrandenburgi-schen Dialekte Bollen heißen.
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