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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Ehe wir die Geschichte dieser Periode schließen, könnenwir nicht eine Erscheinung unerwähnt lassen, die wenn auchnoch nicht damals, doch in der Folge einen sehr großenEinfluß, wie im ganzen nördlichen Deutschland, so auchin Berlin auf Moralitat, Sitten, Leib und Geist und über-haupt auf das ganze Leben besonders bei der niederenVolksklassc hatte, wir meinen den Gebrauch des Brannt-weins, welcher in hiesigen Gegenden, leider, zu einem bei-nahe eben so allgemeinen Bedürfnisse als das Brod gewor-den ist, ohne des letzteren wohlthatige heilsame Eigenschaf-ten zu besitzen. Gegen das Ende der Regierung des Kur-fürsten Johann Georg war nämlich das Branntwcinbrcnnenin Berlin bereits so bedeutend geworden, daß seit dem I.

der Blasenzins unter den Einkünften des Stadtmagi-strats vorkommt, wobei es jedoch unentschieden bleibt, obschon damals das Korn oder nur verdorbener Wein oder

talc, unter denen man in den letzten Bogengang der Kirche hinter demAltare eintritt. Auf der sehr reich vergoldeten, von Säulen getrage-nen Architektur, stehen, gen Himmel blickend und deutend, entzückteSeraphsgestalten, auch ist das ganze Bauwerk mit lächelnden Engelge-sichtern durchwebt. Die Wappen der Familie sind zwischen den Engel-figuren angebracht und werden von ihnen gehalten; nach unten zusind die Verzierungen durch eine Darstellung der Bundcsladc und reicheFruchtgehänge geschlossen.

Das große innere Feld zur Rechten des Altars enthält das lateini-sche Ehrengedächtniß des Kanzlers Christian Distelmeyer, (s. Küster,Th. I. S. AT) Aus der Tasel links sehen wir den Erlöser amKreuze, von Engeln, welche die Passionswerkzeuge tragen, umgeben,neben ihm die Distelmeyersche Familie knieend nud mit gehaltenen Hän-den ; links der Kanzler selbst, rechts seine Gattin mit den vier Töch-tern. Dicht neben der Mutter knieen zwei erwachsene Töchter, dieGräfinnen von Linar und von Eberstein; zwei kleinere, die als Kinderstarben, mehr nach dein Vordergründe zu. Der Name des Malersfindet sich nirgends an dem Bilde. Nicolai (Anhang. S. 37) läßtunS die Wahl zwischen dem Hosmaler Martin Schulz, Nathan Man?und Gallus Rittner, die sämmtlich im Ansänge deS 17te» Jahrhundertslebten, s. die St. Nikolaikirche, S. 1618.