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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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Kunstkabincttc auf dem Schlüsse ist noch ciu ciftcncr Na-gest dessen Hälfte er durch seine Tinktur in Gold verwan-delt haben soll. Seine ärztlichen Arkana, sein trinkbaresGold, seine Pcrlcncrkractc, seine Goldtinctnren und anderesehr theure Mittel, die er selbst bereitete und seinen Pa-tienten gab, seine mctallcncncn Talismane und schriftlichenNativitätszcttcl, der Verkauf seiner Kalender und Werke,seine Druckereien i) und sein fixes Jahrgchalt von l>l,',2Rthlr. (für damals sehr viel), die Naturalien und Fourageauf vier Pferde, Frciwohnung, besonders Geschenke vonallen Enden u. s. w. brachten ihm viel ein. Man sprach von

1) Wir haben schon früher gesehen, daß seine Druckereien wahr-scheinlich in dem nach der Klosterstraße zu liegenden Gebäude No. 74.waren, waS ehedem den Koiwentraum deS grauen Klosters ausmach-te. Im Hose deS Lagerhauses, wenn man aus der Klostcrsirasic»ach der neuen FriedriehSstraßc gehet, führt ein Durchgang links auSdem ersten in den zweiten Hof. In diesem Durchgänge befindet sichan der Wand rechtS eine eiserne Platte eingemauert. Sie ist 4 Fußhoch, 2 Fuß 5 Zoll breit. Die darauf befindlichen Bilder zerfallen indrei Theilc. Aus dein obersten stehet der Name und Titel des Kurfür-sten Johann Georg. Auf dem mittleren Theile ist das kurfürstlicheWappen. Zu beiden Seiten stehen Sinnbilder. Links der branden-burgische Scepter, rechts die Säule deS Staates, mit darauf befind-licher Kugel, dem Bilde der Vollkommenheit. Dabei die Jahreszahl1S77. Auf dem untersten größten Abschnitte sind drei stehende meuseb-lichc Figuren. Die links, eine weibliche, hat zu den Füßen einen Qp-ferhcerd mit aufsteigendem Weihrauch. Darunter das Wort Lpcs.Daneben steht ein Genius mit Flügeln, in der Hand eine brennendeFackel der Liebe. Von der Unterschrift ist nur rl zu lesen, vcrmuthlichLarltas. Rechts: Andreas, mit dem großen Kreuze des Glaubens vorder Brust. Vermuthlich lAckcs. Das Ganze scheint ein Weih-geschcnk zu sein, ein HuldigungSzeichen, wo Glaube, Liebe und Hoff-nung dem Kurfürsten opfern. DaS Jahr der Anfertigung, 1S77,fällt in die Zeit, da Thuruciffer hier eine Eisengießerei nebst Schrift-gießerei und anderen Anlagen hatte. Es könnte also wohl sein, daßThurneisscr diese Platte, um dem Kurfürsten seinen Dank zu bewei-sen, habe gießen lassen, s. Dr. Bellermann, das graue Kloster. 1824.S. 48S0.