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sicr, wo eine große Buchdruckcrci war, von da nach Frank-fnrt an der Oder, wo die Eichhornfche Druckerei in guteinRufe stand, und wo sich geschickte Zeichner und Form-schncider fanden. Hier ließ er sein großes Werk Pifon imI. 1570 drucken. Anfangs 1571 kam Johann Georg nachFrankfurt, um sich dort huldigen zu lassen, und machteThurncisscrs Bekanntschaft, las einige Bogen von feinerSchrift Pifon, worin er vom Goldfande in der Spree, vonSapphircn bei dem Dorfe Vuchhol; bei Berlin, von Ru-binen bei Storkow und von andern verborgenen Schätzenin der Mark spricht, und zog ihn bei einer Krankheitder Kurfürstin zu Rath. Thurncisser gab Arzcnei, unddie Genesung erfolgte. Da die kurfürstliche Familie nachandern Orten zur Huldigungs - Annahme rcifctc, mußteder glückliche Arzt mitgehen. Der feine Mann gab denHofdamen Schönhcits-Ocl, wohlriechendes Waschwasscrund seltene Schminke, und fein Glück und Ruhm wurdennoch mehr begründet. Der Kurfürst ernannte ihn zumLeibarzt, überließ ihm, statt des ihm zuerst eingeräumtenRaums über der Schloßapothcke, einen zum Lagerhausc ge-hörigen Thcil des grauen Klosters zur Wohnung, Einrich-tung eines großen Laboratoriums, einer Menagerie vonfremden Thicren, Aufstellung seiner Bibliothek, seiner In-strumenten-, Naturalien- und Gemälde-Kabinette, Errich-tung cincrFormfchnciderci, Schriftgießerei, Buchdruckcrci,die nicht allein mit deutschen und lateinischen Lettern, son-dern auch mit Typen gar mannichfaltiger morgcnländifchcrund abendländischer Sprachen, mit Formstöckcn aller Artreichlich ausgestattet war, wie die mit der Aufschrift: „Ge-druckt zu Berlin im grauen Kloster" erschienenen Büchersattsam beweisen. Hier ließ er feine und die Werke derberühmtesten Gelehrten seiner Zeit drucken, so daß die Pro-dukte seiner Officin Epoche in der Geschichte der Buch-druckcrci in der Mark machen. Fremde von den höchstenStänden und aus allen Orten strömten herbei, um Heil-mittel zu holen und Geheimnisse zu erlernen. Im hiesigen