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neun Zentner Silbergeschirre, die cr haben sollte; diese Kost-barkeiten, sein Ncichthum, seine sogenannten Wundcrkurcn,seine angebliche Goldinacherkunst erklärte sich das Volk unddie Gelehrten, die ihn beneideten, durch Hexerei, durch ei-nen Bund mit den bösen Geistern, durch einen Spiritusismiliüris, den cr in einem Glase besaß. In seiner glän-zendsten Periode hatte er WO Arbeiter in seinem Dienste,welche größtcnthcils im grauen Kloster wohnten. Aber einseltenes Zusammentreffen von Unfällen führte seinen Fallschneller herbei, als cr gestiegen war. Ein betrügerischerBruder, untreue Diener, ein während seiner Abwesenheiterlittener Diebstahl und kostspielige Prozesse vermindertensein Vermögen. Mit seiner zweiten Frau, einer geborncnHtictlin aus Konstanz, welche in der Kirche zum grauenKloster begraben liegt, und zu deren Ehre ein Wcihgcschcnkvon Thurneisscr, die Himmelfahrt vorstellend, sich unter densieben Gemälden an der linken Seite der Emporkirche be-findet, lebte cr glücklich. Aber so wie seine erste unglückli-che Ehe ihn in die Welt warf, so stürzte ihn seine drittenoch unglücklichere in den Abgrund des Verderbens. Einlebhaftes Heimweh trieb ihn nämlich zu Ende 1579 nachBasel, cr blieb daselbst bis gegen die Mitte 1589, beschloßsich ganz in Basel niederzulassen, kaufte ein Haus, undhcirathctc ein Fräulein, das cr nicht kannte. Er kam al-lein nach Berlin, und schickte einen Thcil seiner Seltenhei-ten fort. Man wünschte ihn hier zu behalten, und machteihm den Antrag, seine Frau nachkommen zu lassen; eswar aber ein unzüchtiges Weib, mit der es Thurneisscr nurdrei Wochen aushielt. Er schickte sie wieder ihrem Vaterzurück, ohne sich hier scheiden zu lassen. Ihre Eltern ausvornehmer adlichcr Familie bewirkten es, daß die Tochterals rechtmäßige, aber ungcrcchtcrwcise verstoßene Ehefrau indas dort befindliche Haus und Vermögen eingesetzt undder Mann als sträflich verdammt wurde, weil er nichtgleich auf die Station erschienen war. Thurneisscr protes-tirtc, aber umsonst; die Verwendungen des Kurfürsten bei