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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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denn Johann Georg beschäftigte sich selbst mit der Gold-machcrkunst, und beschützte sehr die Alchimisten, daherals der letzte Mönch im grauen Kloster, Bruder Peter, amäten Januar 1371 starb und somit das Franziskanerklostcrgeschlossen ward, räumte der Kurfürst seinem Leibarzt, Le-onhard Thurneisser von Thurn, den Thcil des Klostcrgc-bäudcs oder jetzigen Lagerhauses zwischen dem ThorwegNv. 75 und dem berlinischen Gymnasium No. 73 zu einerWerkstatt der Chemie und Alchcmie, und einem botanischenGarten ein. Thurneissers Leben hängt zu sehr mitBerlins Kulturgeschichte zusammen, um nicht hier etwasnäher erörtert zu werden.

Leonhard Thurneisser, im I. 1530 zu Basel ge-boren, war in der ersten Jugend Goldarbciter, wo erdas Abtreiben der Metalle erlernte; dann leistete er einemdie Botanik liebenden Arzte Bcihülfe, und mußte ihm denParacelsus vorlesen. Er heirathete, 17 Jahr alt. Dieseunüberlegte Ehe, Geldverlegenheiten, Vorwürfe des Va-ters, Tücke des Bruders vermochten ihn, nach einemJahre Frau und Vaterstadt zu verlassen, und große Rei-sen anzutreten. Er ging im I. 1548 nach England undFrankreich, wurde im I. 1552 Soldat im Heere desMarkgrafen Albrecht v. Brandenburg, machte die Strcif-züge mit, wurde im I. 1553 gefangen, verließ den Kriegs-dienst, arbeitete in nordischen Bergwerken und Schmelz-Hütten, rcisetc nach Tyrol, wurde Bergmann, legte dannim obcrn Innthal eine Schmelz- und Schwcfclhütte an.In den Reisen, die er in dem I. 1569 und den folgen-den Jahren nach Arabien, Syrien und Palästina, Candiaund Griechenland, Italien und Ungarn machte, bemühctcer sich, Arznciwisscnschaft zu lernen und Nezcptbücherzu sammeln, nach welchen er kurirte. Von nun auwurde sein Ruf als Arzt immer größer. Er hattevieles geschrieben, und wollte seine Schriften, deren ermehrere fertig hatte, in Druck mit Kupfern und Holz-schnitten herausgeben. Er begab sich daher nach Mün-