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Spandaus Befestigung angefangen hatte, wurde entlassen,und seine Stelle erhielt der Florentiner, Graf Rochus Gu-crini zu Lpnar. Johann Georg, der eine sehr zahlreicheFamilie hatte, wollte das Schloß vergrößern, und trugdem Grafen diese Arbeit auf >). Schon war von letz-terem im I. 1580, anstatt des baufällig gewordenen Mar-sialles am Eingang der breiten Stelle, der Stall unter demvon Joachim II- als ein Thcil des Schlosses erbauctcnalten Zcughaufe angelegt, und dieses Gebäude bildete denjetzigen Flügel des inneren Schloßhofes nach dem Lustgar-ten. Im I. 1690 bauete aber Lynar das gegenwärtignoch stehende Quergebände in Mitten der beiden großenSchloßhöfe, und der Architekt Niuron aus Lugano den nie-deren Flügel der jetzt die Schloßapotheke enthält, und indessen obern Sälen der Leibarzt des Kurfürsten, LeonhardThurncisscr, von dem wir gleich ein mehrercs sagen werden,sein Laboratorium hatte. Eben so ist der diesem Flügelzunächst an der Wasscrfcite des Schlosses gelegene, nurdrei Fenster breite Vorfprung, sammt einigen dazwischenliegenden Gebäuden im Hofe, ein Werk des Niuron 2). ImI. 1579 wurde am Mühlendamm eine Wasserkunst ange-bracht, um das Wasser in die Häuser der Gewerkt zutreiben. Im I. 1585 ließ der Kurfürst auf dem Werder,in der Nähe des Schlosses, einige Wohnungen für Hofbe-dientc und ein Hans bauen, wo die Alchimisten künstelten,
1) Schon zwischen der Zeit, wo Kaspar Theiß unter Joachim II.das Schloß bauete, und dem Jahre 1380 oder 1390 ward wahrschein-lich , man weiß nicht genau wann und von wem, außer einigen nichtmehr stehenden Theilen des Schlosses, das an der Sprceseitc neben derKapelle gelegene, in der mittleren Hauptwand nur vier Fenster breiteGebäude mit den eckigen, zu beiden Seiten hervorspringenden Thünnengebauet. s. Or. C. Seidel, die schönen Künste in Verlin. 1828.S. 23.
2) Das hinter der Schloßapotheke gelegene lange und niedereGebäude ist erst unter König Friedrich Wilhelm I. im I. 1720 erbauetworden.