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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Wasserkrieg drei Tage lang gedauert hatte, begann zuLande auf der Ebene zwischen Spandow und Lietzow mitkurzen Fcchtsiöckcn der Kampf, der aber bald eine vielernsthaftere Gestalt annahm, als der Kurfürst es wollte.Denn die Spaudauer, welche kaum achthundert Manuzählend, den Berlinern und Kölnern nicht gewachsen zufein schienen, konnten sich nicht entschließen, ihren überle-genen Feinden den Sieg zu lassen, wie es der Plan desGefechtes angab; sondern halfen sich durch eine Kriegslist,indem sie durch eine verstellte Flucht ihre Gegner aus ihrerStellung lockten und ihnen dann in den Rücken mit unbarm-herzigen Schlagen fielen. Darüber wurde der Kampf, in-dem die Berliner und Kölner nunmehr auch die Sacheernstlicher nahmen, so heftig, daß nicht einmal der Kur-fürst, der sich zwischen die Streitenden begab, sie ausein-ander zu bringen vermochte. Vielmehr gerieth er selbst ingroße Gefahr, indem sein Pferd, auf welches die Streiten-den in der Hitze losschlugen, ihn aus dem Sattel warf.

Erst die Nacht machte dem Kampfe ein Ende, in welchemzwar kein Blut geflossen war, viele Kampfende aber gleich- 'wohl schlimm waren zugerichtet worden. Die Spaudaueraber schrieben sich den Sieg zu. Die ganze Last des kur-fürstlichen Zorns wegen dieses verunglückten Schauspielsfiel mm auf den Bürgermeister von Spandow Bartholo-maus Bier, welcher wider den Willen des Kurfürsten dieKriegslist angeordnet hatte, wodurch den Spandauern derSieg zu Thcil geworden war; der arme Mann wurde beiNacht aus feinem Bette geholt und auf die Festung insGcfangniß gebracht, wo er einige Monate bleiben mußte,ehe man ihn wieder in Freiheit setzte ^).

Das brandenburgifche Bier, der Hopfen, der Wein,welcher besonders seit der Regierung der Fürsten aus 'dem Hause Hohenzollcrn mit Erfolg gezogen wurde, die

1) Wilkcn , 1820. S. 121124.