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gegeben wurden. Einen von Adel aber, der ebenfalls inPluderhosen gesehen wurde, ließ Joachim vor dem „Doh-ms durch die Wärter" die langen Schnitte von den Hosensammt dem Durchzuge oben an den Bändern durchschnei-den, so daß ihn, die Hosen auf die Erde fielen ^).
Den Berlinern gab der Kursürst häufig das Schau-spiel von Turnieren, Ringclrennen, Jagden und andernHoffcstcn; ein einziges Schauspiel in seiner Art gab er sichselbst und seinen Umgebungen im August des Jahres 1561durch den Knüttclkrieg bei Spandow. Auf des FürsienBefehl mußten nämlich die Bürger der Städte Berlin undSpandow in voller Rüstung einen Krieg gegen einanderbestehen. Es war Joachims Absicht, durch diese Waffen-Übung den kriegerischen Sinn wieder in den Bürgern zuwecken. Der Krieg begann mit einem Wassergefccht aufder Havel unter der Festung von Spandow, dem der Kur-fürst mit seinem Hofe auf einem großen Schiffe zusah.Während mit allem groben Geschütze der Festung auf dasgewaltigste gefeuert wurde, stritten zuerst die beiden Flot-ten unter dem Geschmetter der Pauken und Trompetenwider einander; dann wurde nach gewonnenem Siege vonden Berlinern die Festung beschossen. Dem Kurfürsten er-götzte dabei selbst das Angstgeschrei der Weiber und Kin-der der kämpfenden Männer, besonders der SpandauischcnWeiber, welche, in der Meinung, daß der Kampf ernstlichgemeint wäre, aus dem Thore heraussiürztcn und denKurfürsien flehentlichst um die Loslassung ihrer in der Fe-stung eingeschlossenen Männer baten. Noch mehr aber er-götzte ihn die Ungeschicklichkeit der Ungeübten, welche durchdie Stangen der Gegner aus den Schiffen ins Wasser ge-worfen wurden; es war nämlich gegen jedes Unglück durcheine große Menge von Fischern mit Kähnen, welche über-all bereit standen, Vorkehrung getroffen. Nachdem dieser
1) Wilken, 1820. S. 120^121.