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im Ganzen noch nicht einen Anblick dar, welcher der Re-sidenz eines nach damaliger Zeit prachtvollen Hofes würdiggewesen wäre.
Um mit den Umgebungen des Schlosses anzufangen,fo war der Platz hinter dem Schlosse, woraus späterhinder Lustgarten gebildet wurde, noch ganz wüste und mora-stig. Die Schloßfrciheit nahm einen leeren Raum längsdem jetzigen Mühlengrabcn ein. Auf dem Schloßplatze be-fand sich, außer der Domkirche nebst Kirchhofe, nichts alsdie mit Schranken eingeschlossene, von Joachim lt. zu dembei Gelegenheit der Taufe feiner ältesten Tochter, ElisabethMagdalena, im I. 1537 gegebenen Turniere angelegteStech bahn, 300 Fuß lang und 05 Fuß breit, von derspäterhin die Reihe Häuser mit offener Bogenlaube zwischender Brüderstraße und den Werdcrfchen Mühlen ihren Na-men erhalten hat, wie wir es weiter unten näher auseinandersetzen werden. Die Burgstraßc war noch, wie in früherenZeiten, ein schmaler, schmutziger Gang längs dem Wasser,mit einigen Gärten und schlecht gebauctcn Häusern. Inder Heiligcngciststraße sähe man noch ans der Sprec-seite von der kleinen Burgstraßc an bis zum Wursthof,welcher ebenfalls dem Tuchmachcrgcwerk gehörte, die Tuch-rahmen und Walkplätze der auf der rechten Seite wohnen-den Wollarbeiter, jedoch war der Theil von der Königs-siraße bis zur kleinen Burgstraßc schon etwas angcbauct.Da war das jetzige Haus No. 10. eines der ältesten Frci-häuscr, was im I. 1582 von der Kurfürstin Elisabeth zuBrandenburg, „mit Wissenschaft, Bewilligung und Bestä-tigung des Kurfürsten Johann Georg, Dero gewesener Kam-merdienern: Euphrosine Möhincn, des Kurfürsten Hof-Jn-strumentisten Mörsen Ehefrau, um vielfältiger und willfäh-riger Dienste willen, dergestalt und mit dieser sonderbarenGnade, Freiheit und Gerechtigkeit, zu erben und eigen ge-schcnkct und überlassen, daß oberwähnte Besitzer nicht al-lein allen Frohndicnstcn, Schoß und anderen bürgerlichenBürden und Beschwerungen, wie die immer Namen haben