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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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erste keimende Blüthe. Künstler aller Art kommen damalsvor, unter denen, als Baumeister, der geschickte Steinmetzund Bildhauer Hans Schcutzlich, der bei dem erwähntenSchloßbau vielfach beschäftiget gewesen ist; die Zimmer-meistcr Asmus Schultze, Lorenz Franke, Hans Schwa-bach; der Baumeister und Maler Christoph Römer oderRomanus, der die Befestigung von Spandow begann, unddie Goldschmiede Hans Mahlcr, Kurt Schenck, JoachimWilke, Peter Krause gedacht werden, welche letztere dievielen Kleinodien verfertigten, die nach Lcutingcrs Berichte,in der im I. 1536 vom Kurfürsien zum Domsiifte erho-benen Dvminikancrkirche in Köln gewesen sind. Es warendie Bilder des Christus und der Maria, von Golde odervergoldet, mit Edclgcstcinen besetzt, und der Apostel so wiemehrerer Heiligen von Silber, nebst vielen goldenen Kir-chcngcräthcn. Im I. 1539 zog auch der erste bekannteBuchdrucker zu Berlin, Christoph Weiß von Wittenberghichcr, beschäftigte aber seine Pressen nur mit geistlichenund kirchlichen Sachen i). Die Wissenschaften, deren Mit-telpunkt die frankfurter Hochschule war, wurden durch In-länder angcbauct, welche, wie der berühmte lateinischeDichter Sabinus, wie die Gcschichtschreibcr Engel, Haftitz,Garcäus und Leutingcr, und wie mehrere brandenburgischeStaatsmänner, besonders der berühmte, in Leipzig gcborneKanzler Lamprccht Distclmcicr, auch im Auslande niit Ach-tung genannt wurden.

Als Denkmäler der Malerei aus diesem Zeiträumekönnen wir in der Marienkirche, zwei kleine Gemälde ausHolz, der Sündcnfall und die Gesetzgebung ans Sinai,Ezechiel, welcher im Gesicht die Todtcn erwachen läßt, vomI. 1559, und die Erschaffung der Eva; in der Nikolai-kirchc, die hinter dem Altare befindlichen von unbekanntenMeistern, von 1526 bis 1599 in Ocl gemalten 21 Vil-

1) Wissen, Geschichte der königl. Bibliothek. 1828. S. 6.