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Hauer, Holzschneider und Kupferstecher, war ein leidenschaft-licher Liebhaber der Musik, berief selbst aus fremden Lan-dern Tonkünsiler, und leitete nicht selten den Chorgcsangin der Domkirche. Im I. 1549 ließ er die alte Burg desKurfürsten Friedrichs II. niederreißen, und in den folgendenJahren durch den Kaspar Theiß, den Baumeister des Jagd-schlosses zu Grunewald, (wo man noch des Künstlers eige-nes Bild in halb erhabener Arbeit erblickt), ein ganz neuesSchloß, drei Geschoß hoch bauen. Der eine Flügel standan der jetzigen Stelle des Schlosses von der langen Brückebis an die breite Straße. Er hatte in der Mitte ein gro-ßes von drei Säulen getragenes doppeltes Portal, undüber demselben gemauerte Balkone. An den beiden Eckenwaren runde Erker, davon man den einen, obgleich andersverziert, noch an der Spreescite steht. Von der südwestli-chen Seite gicng ein hölzerner bedeckter Gang, auf steiner-nen Pfeilern ruhend, bis in den Dom. Der andere, eben-falls drei Geschoß hohe Flügel des Schlosses lag an derSpree und hatte fast die Länge des jetzigen Quergebäudeszwischen dem Schlosse und der Domkirche. Nach damali-ger Bauart war dieses Schloß prachtvoll, hatte hohe Gie-bel und ein kupfernes Dach. Im dritten Geschosse nahmder große Saal die ganze Länge des Gebäudes nach demSchloßplätze ein, und die Decke desselben hing an demDachstuhle und erregte große Bewunderung; vor diesemSaale auf einem steinernen Gange innerhalb des Schloß-Hofes standen die steinernen Bilder der deutschen Kurfür-sten, nach dem Leben angemalt. Inwendig aber war des-sen vornehmste Zierde, viele historische Tafeln von Lukas vonKranach i).
Ucbcrhaupt feierte während der Regierung des Prachtund Glanz liebenden Joachim II. die Kunst in Berlin ihre
I) Nicolai, Beschreib, von Berlin, Th. I. S. 82—83. Neueberl. Monatschrist, Jul. 1807. S. 7 u. ff.
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