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gehört, vollendet hat, wie solches oben auf der drittenSäule des Konventsaalcs eingegraben sieht i). — Höchstverdient machte sich Johann Cicero um die Wissenschaften;unter ihm (>388) wurde die erste Buchdruckern von Joa-chim Wcsiphal zu Stendal eingerichtet, und die vernachläs-sigten Schulen kamen wieder etwas empor.
Der Kurfürst, so wie seine Ritter und adelichen Va-sallen ergötzten sich durch die Unterhaltungen, welche da-mals an den Höfen gewöhnlich waren, fröhliche Gelageund Bankette, wo des Weins nicht geschont wurde, Jag-den, Lanzcnbrechcn und Turniere, die Bürger von Berlindagegen durch die Versammlungen der Zünfte und Innun-gen, die feierlichen Bittfahrtcn, welche die Feste der Heili-gen vcranlaßtcn, die Gelage bei Hochzeiten und Taufen,wobei gewiß nicht mehr Mäßigkeit in Essen und Trinkenherrschte, als bei den Hofgasimählcrn, nur daß in den er-sicrcn das Bier größtcnthcils den Wein ersetzte, da zu derZeit die Brauereien in der Mark sehr beträchtlich, und dashiesige Bier, noch mehr aber das bcrnauischc, seiner vor-züglichen Güte wegen berühmt war. Eigentliche Schau-spiele, um die langen Abende zu kürzen, kannte man damalsnoch nicht. Daß es hier, wie im übrigen Deutschland zujener Zeit, geistliche Vorstellungen unter dem Namen vonMysterien gab, die sogar dem Gottesdienste beigemischtwurden, und daß es in Berlin, wie überall, üblich gewesensei, sich in der Fastnachtszcit mit allerlei Lustbarkeiten,Tänzen und Mummcreien zu vergnügen, und im Ilten und1-äten Jahrhundert bei dieser Gelegenheit Fastnachts-spiele, als die ersten rohen Produkte deutscher dramati-schen Lusispiclkunsi, in Wirthshäusern und auf öffentlichenPlätzen auszuführen, läßt sich nicht beweisen, bleibt aberdoch wahrscheinlich, da beide Arten von Schauspielen, undbcftndcrs die letzteren, in ganz Europa in der benanntenEpoche, und sogar noch späterhin herrschend waren.
1) s. oben S. 37.