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Besitze seiner Brüder befanden. Man richtete daher im I.1488 die Vicrzicse ein, welche den Städten die Verbind-lichkcit auflegte, in den nächsten sieben Jahren 12 Pfennigevon jeder Tonne Vier zu zahlen. Im I. 1489 versprachder Kurfürst, dein Kaiser eine Anzahl Hülfstruppcn zustellen, und bei dieser Gelegenheit mußten die Städte eben-falls eine ihnen bis dahin ganz unbekannte Verbindlichkeitübernehmen. Berlin hatte 39 Mann zu Roß, mit 99Gulden, und Köln 59 Mann zu Fuß mit 91 Gulden,nebst vier Rüstwagen, zu unterhalten -).
Im I. 1488 legte Meister Hans Zchcndcr die ersteApotheke in Berlin an. Der Magistrat gab ihm dafür ei-nen Winspcl Roggen, freie Wohnung und Befreiung vonallen bürgerlichen Abgaben und Beschwerden, und der Kur-fürst bestätigte dieses Privilegium im I. 1491 2). DerHandel ward wieder mit ziemlichem Vorthcile betrieben,und außer den nöthigcn Handwerkern fing man auch schonan, auf Arbeiten von Künstlern aufmerksam zu werden,welche aber erst aus dem Auslände herbeigeholt werdenmußten, wenn man sich ihrer bedienen wollte. Dies scheintauch der Fall mit den Baumeistern gewesen zu sein, dieman zu der Anlegung und dem Ausbau der Kirchen, Klö-ster und öffentlichen Gebäude in Berlin brauchte, daher derName von keinem derselben bis zur Nachwelt gekommenist. Der einzige, dessen Andenken durch eine Inschrift förm-lich verewiget worden, ist Meister Bernhard, der im I.1474, also unter Albrccht Achilles, das Gebäude im ehe-maligen Franziskanerkloster, das zum Refektorium undKonvcntsaale diente, und jetzt dem berlinischen Gymnasium
1) König, Schilder, von Berlin, Th. I. S. 69.
2) Möhsen, Geschichte der Wissenschaften :c. S. 319. Es hattezwar schon früher Apotheken hier gegeben, aber eS waren nur Kauf-lente und Gewürzkrämer, die zugleich mit Konfekt, Theriak, Mithri-dat und anderen, in Italien verfertigten, Arzneien und eingemachtenSachen handelten.