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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Aufenthalte des Johann Cicero in den Marken, war dieBurg in Köln sein gewöhnlichster Wohnsitz, obgleich Tangermünde noch nicht ganz verlassen war, und auch zu Amnaburg (wo Johann im 1.starb) oder in dem Jagd-,schlösse Geiumitz in der Uckermark der Hof nicht seltensich aufhielt. Selbst noch des Kurfürsten Johann Nach-folger, Joachim l , der fast beständig feinen Sitz zu Kölnhatte, wechselte doch zuweilen mit Tangcrmünde. Eben sosahen andre Städte der Mark, als Stendal, Werben u.a.m.,von Zeit zu Zeit ihren Landcshcrrn, noch als Ucberbleibselder alten Sitte der Fürsien, im Lande umher zu reifenund selbst Ordnung und Gerechtigkeit zu handhaben. Aucherhielt Berlin dadurch, daß es Residenz der Kurfürstenwurve, kcinesweges den ersten Rang unter den märkischenStädten, fondern selbst in der von Joachim k. imJ. 152lfestgesetzten Rangordnung der Städte standen Berlin undKölnder alten Stadt Brandenburg" nach i).

Die Thcilnahme der Kurfürsten an den Staatsangele-genheiten des deutschen Reichs und feiner Nachbarcn, derBesuch der Wahl- und Krönungstagc der deutschen Königeund Kaiser, die Rcichstagsverfammlungen und andere Zu-sammenkünfte, wobei ein großer Aufwand vorfiel, die klei-nen Kriege, das Hin- und Herreifen aus den fränkischenStaaten in die Marl Brandenburg hatten die Staatsaus-gabcn der Landesherren so vermehrt, daß bereits Kur-fürst Friedrich II. nicht unbedeutende Schulden gemachthatte, und man mußte auf Mittel sinnen, wodurch mandie Untcrthancn verpflichtete, unter gewissen NamenBeiträge zu liefern. Johann Cicero hatte übcrdcm, seitAntritt der Regierung, so manche innere Einrichtungen imLande wessen müssen, welche Kosten verursachten, und ge-noß dagegen nur die Hälfte der Einkünfte, die fein Vatergehabt hatte, indem sich die fränkischen Erbländcr in dem

1) Wilk -N, 5820. S. 80 II. ff.