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hanbzuhaben hätten. In dieser Urkunde kommt auch zu-gleich die erste Spur des Zunftrcgimcnts, das heißt desAnthcils einiger Gcwerke an der städtischen Verwaltung,vor. Diese Gewerke sind die Knochcnhaucr oder Schläch-ter, die Gewandmachcr oder Wollemvebcr, die Schuster undBäcker, die in jeder Stadt ihre besondere Innung und bisins 17tc Jahrhundert einen starken Einfluß in den Raths-wahlcn und in den Verhandlungen der Gcmciuhcits-An-gelegenheiten hatten. Aus ihnen wurden wahrscheinlich be-sonders die Rathmänner erwählt, wie dieses auch in an-dern Städten gewöhnlich war i).
Friedrich I-, bei seinen ausgezeichneten Geistesgabcn,hätte für Berlin und überhaupt für die Marken mehr thunkönnen, wenn nicht seine Anhänglichkeit an Kaiser und Reichseine Thätigkeit außerhalb Landes zu sehr in Anspruch ge-nommen hätte und die Regierung nicht unterdessen Statt-haltern überlassen worden wäre, wobei die Finanzen in zer-rüttetem Zustande verblieben. — Schon im I. 1415 vomKaiser Siegmund zu der großen Kirchcuvcrsammlung nachKosinitz berufen, wo über das Schisma der Kirche, ver-anlaßt durch drei Gcgcnpäbste und über die neue Lehre desJohann Huß, des muthigcn Luthers muthigcn Vorgängers,entschieden weiden sollte, übernahm er im 1.1422 den ihmangebotenen Oberbefehl der Reichsarmee gegen die Anhän-ger des Huß, welche unter dem Namen von Hussitcn, denTod ihres zu Kostnitz als Ketzer verbrannten Meisters rä-chen wollten. Dieser Hussitenkrieg dauerte von 1419 —1436z unter Ziska's und Prokopius Anführung blieben dieHussitcn stets Sieger, und Friedrich war mit seinem schlechtdisciplinirten Heere nicht im Stande, etwas auszurichten.Er erlitt bei Ricscnbcrg in Böhmen eine schreckliche Niedcr-
1) Nicolai, Beschreib, von Berlin, Th. I. S. MO n. f. DerVergleich ist in LelnnteN, Lolleat. IVIenror. Iterlin. Ose. It. p. 2— 4.abgedruckt.