bei dcs letzteren Absterben an den nunmehrigen KaiserSiegmund zurückfielen, so verpfändete er sie abcrmahls imJahr 1411, und verkaufte sie ganz im I. 1415 an Frie-drich von Hohcnzollcrn.
Unter Regenten, die wie die Wittclsbacher und Luxem-burger, mit Ausnahme von Karl I V., sämmtlich schlechteWirthc waren, gegen innere und äußere Gegner zu kämpfenhatten, sich mehr außerhalb der Marken, als in denselbenaufhielten, und sich um die brandcnburgifchen Länder wenigbekümmerten, konnte freilich von Seiten der Landesherrnnichts bedeutendes für Berlins Ausbau geschehen, und dieäußere Gestalt beider Städte blieb daher, wie wir sie frü-her geschildert haben. Das einzige ansehnliche Gebäude,welches vielleicht unter den baicrischcn Markgrafen, in derMitte dcs 14tcn Jahrhunderts entstanden fein könnte, wardas schon gedachte hohe Haus in der Klosicrsiraßc. Im1.1367, nach anderen im 1.1377 und 1386, vielleicht inallen drei Jahren zugleich zerstörte die Flamme, wie wires oben bemerkt haben, einen Thcil des eigentlichen Ber-lins. Wohlhabende Bürger werden aus eigenen Mittelnihre abgebrannten Häufer, der Rath das gemeinschaftliche,durch die erwähnten Fcucrsbrünstc beschädigte, Rathhausin der Posistraße auf Kosten der Stadt hergestellt haben.Die von Pabst Urban VI. der Marien- und Nicolaikircheerthciltcn Ablaßbriefe bewirkten eine so reiche Beisteuer, wiewir es früher gesagt, daß beide Kirchen wieder in brauch-baren Stand gefetzt werden konnten. In Betreff der Ma-rienkirche, so ist es der damalige Ausbau, der, ebenfallsnach dem oben bereits bemerkten, mit Ausnahme einigerUebcrrcstc aus einer älteren Zeit und des später erbanctcnThurmes, ohne wesentliche Veränderungen, bis auf denheutigen Tag steht -). Mehr als die Marienkirche hattedie Nikolairche gelitten, weil das Feuer gerade in der Nähe
i) s. S. 30.