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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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erschlagen, und dann sein Leichnam auf dem neuen Markteverbrannt worden, sondern Engels und andere Chronistensagen er sei in der Kirche erschlagen, andere aber er sei ansdem neuen Markte verbrannt worden; eben so variiren siein der Ursache seines Todes; nach einigen hat der Probstsich durch seine Anhänglichkeit an den Herzog Rudolph,nach andern durch die geforderte Beisteuer den Haß desVolks zugezogen. Schon oben haben wir auseinander ge-setzt, daß das jetzt noch vor der Kirche befindliche stei-nerne Kreuz eine ganz andere Bedeutung haben könne, alsdie man demselben gewöhnlich gicbt, und daß, nach EngelsErzählung, Altar, Kreuz und ewige Lampe sammtlich inder Marienkirche angebracht waren, aber nur dort so langestehen sollten, bis sich die Berliner mit dem Bischof aus-gesöhnt hätten, so daß nach geschehener Aussöhnung allesgewiß wieder verschwand. Bestätiget wird noch diese An-gabe dadurch, daß Küster in seinem alten und neuen Ber-lin 2) alle in der Marienkirche gestifteten Altäre genau be-schreibt, dabei aber bemerkt, daß obgleich in dem Vergleichmit dem Bischof von Brandenburg die Stiftung eines Al-tars bestimmt sei, von dem letzteren sich keine Spur ent-decken lasse s). Es bleibt ferner die Frage, in welchemJahre sich die Ermordung oder Verbrennung des Probstcszu Bernau zugetragen habe. Der Herzog Rudolph bewarbsich in den Jahren 13291324 um die Herrschast derBrandeuburgischcn Lande, und hielt sich dieserhalb öftersin Berlin auf. In dieser Periode mag Ksnrad Schütze vonseinen! Herrn, dem Erzbischof zu Magdeburg, zum HerzogRudolph gesandt, sich in Berlin befunden haben, und hin-gerichtet worden sein 3).

t) ZVInroll. Urancl. 1538. 138.

S) Küster, Th. 11. S. 133 u. s. f.

3) Küster, Th. 11. S. III. 5. 11.

1) Es ist kein Grund vorhanden die That weiter hinauszusetzen,