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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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des Bischofs Ludwig zu Brandenburg, m dessen SprengelBerlin gehörte, wurden in Berlin und Köln die Pfarrkir-chen geschlossen, die Kapellen gcfperrct, die Lichter in den-selben gelöscht, das Gelaute verboten, und was am ge-furchtesten ward, der Bann sämmtlichen Berlinern aufer-legt. Von dieser Zeit an unterblieben alle geistliche Ver-richtungen der Priester und Mönche; alle Kirchengebräuche,Messen, Prozessionen und Vigilicn, hörten auf, so wie dieVerbindung, in welcher die Berliner und Kölner, mit denBewohnern andrer Städte standen, und der Umgang zwi-schen ihnen. Die Sünden konnten nicht absolvirt werden,und die Sterbenden mußten, ohne die letzte Ochlung em-pfangen zu haben, ihren Geist aushauchen, und, wie manfürchtete, die Seele einem immerwährenden Fegefeuer über-geben. Natürlich störte dies die allgemeine Ruhe; Gewer-be, Handel und Wandel stockten. Der Magistrat sowohlals der Landesherr verwandten sich bei dem Bischof, umdem Elende der Stadt ein Ende zu machen, und so kames endlich im I. 1335 zu einer Unterhandlung, in welcherder Dippolt Buße, Hofmeister, Altmann, Kammcrmcister,und Johann von Buch, Hofrichtcr, von Seiten des Mark-grafen , mit dem Bischof und der Klerisei sich darin einig-ten, daß beide Städte zusammen 750 Mark Silber zahlen,einen neuen Altar in der Marienkirche, ein steinernes Kreuzerrichten, ein brennendes Licht dabei unterhalten, und alljäh-rig am Todestage des Probstcs ein Scelcnmcssenfcst haltenwürden, wogegen das Interdikt vorläufig aufgehoben wer-den sollte. Jedoch erfolgte die völlige Befreiung vom Bann-fluche von Seiten des Pabsics erst im I. 1345, nach an-dern sogar im I. 1347, durch Gerhard von Königsberg,Prior der Mönche zu Köln an der Spree, unter großemZulaufe des Volks, am Tage cklvision. ^.posc., wo allenund jeden Schuldnern für ein gut Opfergeld Absolutionzugesichert wurde i).

1) König, Schilder, von Berlin, Th. I. S. 2731.

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