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weggerissen, nach dein neuen Markt geschleppt und dortenthauptet. Der Chronist Albert Kran;, der diese Begeben-heit erzählt, gicbt keine andere Veranlassung zu dieser schreck-lichen Hinrichtung als die obgcdachte an, jedoch mit demnaiven Zusatz: „ich meine ja, daß sei eine schöne Ursachgewesen, einem das Leben darumb zu nehmen." Hat sichSchütze wirklich den Mangel an Achtung für weibliche Tu-gend ;u Schulden kommen lassen, welchen die Annalisten derMark ihm zur Last legen, so ist dieser Umstand gewiß nurals Vorwand zu seiner Enthauptung benutzt worden, undder Unglückliche fiel eigentlich als Opfer der Erbitterunggegen seinen Herrn, den Erzbischof von Magdeburg undgegen den Herzog Rudolph von Sachsen, in dessen Gefolgeer sich zu Berlin befand. Einen andern Beweis, wozu, ineiner schlimmen verhangnißvollcn Periode, Roheit der Sit-ten ein erbittertes und durch Parthcyung aufgereiztes Volkbringen kann, liefert uns der gewaltsame Tod des Probstesvon Bernau, Nikolaus Cyriap. Die neueren Gcschichtschrci-ber der Mark Brandenburg erzählen die Begebenheit folgen-dermaßen. Der Probst Nikolaus, den der Herzog Rudolphganz für sich eingenommen hatte, und der ihm dagegen wie-der das Wort überall redete, kam nach Berlin im 1.1323,bestieg gerade an einem Jahrmarktstage die Kanzel in derMarienkirche, um die Berliner für die Parthci des Herzogsvon Sachsen zu gewinnen, und zugleich eine Beisteuer fürsich zu fordern; da aber der Herzog beim Volke verhaßt,und dasselbe auch abgeneigt war, die von dem geistlichenHerrn an die Gemeinde gemachte Forderung zu bewilligen,so fanden seine Vorstellungen keinen Eingang. Das Volkmurrte; Nikolaus darüber ergrimmt, sprach seinen Bann-fluch über die ganze Gemeinde aus. Wüthend drang manauf den eigennützigen verhaßten AnHanger des Herzogs ein,erschlug ihn am Ausgang der Kirche auf der Stelle, wojetzt noch ein steinernes Kreuz steht, und verbrannte her-nach seinen Leichnam auf den, neuen Markt. SchrecklicheAhndung zog aber diese blinde That nach sich. Auf Befehl