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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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manne old und nye tu Berlin mit Vulbord (Vollmacht)unser Gemeinheit gegeben den Beckers unsere lewe Me-dcborgers u. s. w." ^), so wie auch im Jnnungsbriefc derSchuster vom I. 1284 die Gilde ihr Privilegium erhaltenhat: von der Stadt Gnade durch die bowcn dat Werkganz vüllmächtige berlinische Rodlinde, Klaus von Lotzen,Hans von Blankenfelde und Klaus von Bvtsow 2). ImZunftbricfe der Schneider, der Tuchmacher, der Kürschner 2)ist ebenfalls von Freiheiten, die von den Radmannen mitder Maynhcit gegeben werden, die Rede. Ob aber diesesbedeute, daß bei jeder solchen Ertheilung die gestimmte

1) Küster, Th. IV. S. 239.

2) Küster, Th. IV. S. 227., wo die Urkunde Lateinisch undDeutsch abgedruckt ist. Diese drei Rathmänner, alle drei auS demRitterstande oder aus Patrizierfamilien, nach Bucholz, Geschichte derMark Brand. Th. II. S. 209. waren wohl nicht die einzigen Rath-manner, sondern bloß diejenigen, welche vorzüglich mit der Ausfer-tigung dieses Zunftbriefes beauftragt gewesen sind. Küster und nachihm König sSchild. von Berlin, Th. I- S. 18.) machen aber ohneallen Grund, aus diesen Nathmännern die drei ersten Bürgermeistervon Berlin. Die Rathmänner hießen aonsales, und so wird dieserAusdruck auch in dem deutschen Jnnungsbriefe der Schuster übersetzt.In dem Briefe de§ Pabstcs Bonifacius an Berlin und Köln, wegendes Banns (ImcUviA, rcliigniae 'IN. I. p. 613.), kommen zwar pro-aansnlas et ecmsulcs vor, welche in einer alten Uebersetzung, Bor-gemestere unn Radmanne genannt werden. Jndeß da man sonst inkeiner andern Urkunde etwaS von berlinischen xroeousules findet, someint Nicolai (Beschreib, von Berlin, Th. I. S. 389.) diese römi-sche Urkunde, in welcher der Titel vermuthlich nach dem Formulareeiner anderen Stadt genommen sei, beweise gar nichts.

3) Küster, Th. IV- S, 231. In diesem Documcnte der Kürsch-ner ist noch zu bemerken, daß die Rathmänner lateinisch, Lle^o in-«tltor, Vlieockorus anltellikex. et Ilenricus mercator, in der Ueber-setzung Heyso Krämer, Tile Meßmacker und Heyer Kopmann ge-nannt werden, ein Beweis mehr, daß die Familiennamen, die einHandwerk oder Gewerbe bedeuten, gewöhnlich von einem der ältestenMitglieder der Familie herstammen, welches dieses oder jenes Ge-werbe getrieben und sich vielleicht darin ausgezeichnet hat.