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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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laucrstraße, wei'6)c zu den ältesten in Berlin gehören, be-deutend beigetragen. Von der, vom Mühlendamm aus inder Richtung der Spree angelegten, Stralau erst raste,welche bis zum ehemaligen Stralancrthor (bei der jetzigenStralaucrbrücke) ging, führen rechts zwei enge Gassen zurSpree hin, nämlich der Kröge! oder Krewel, von einerhinter diesem Gaßchcn befindlichen Bucht der Spree, demKrewel, vcrmuthlich einem wendischen Worte, so genannt,und die andere, die Paddcugasse, lange Zeit niedrig undsumpfig, den Fröschen, die nach brandcnburgischcr MundartPaddeu hcisten, zum Aufenthalt dienend, beide aber durchNamen und Lage ihr höheres Alter bekundend. Da deraus den Zeiten der Krcnzzügc herstammende Aussatz inDeutschland die Errichtung der Badstuben vcranlaßtc, sowar die älteste Badstube in Berlin auf dem Kröge!, amUfer der Spree; sie hatte zwei gewölbte Stuben, wo beideGeschlechter, von einander abgesondert, mit aller Bequem-lichkeit baden konnten ^). Späterhin wurde diese Badstubeandcrwcits verlegt, und noch mit zwei anderen vermehrt.Hinter und an der Spaudaucr- und Stralaucrstraße wiestman den Juden, am damaligen Ende der Stadt, (wie esan vielen Orten gebräuchlich war), ihre Wohnungen an,daher entstand die Jüdcnstraße, von der Stralaucr-bis zur Königsstrastc, der groste Jüden Hof, ein bcbaue-tcr Platz in derselben Straße, worauf sich ihre erste Sy-nagoge befand, und späterhin der kleine Juden Hof amehemaligen Gcckhol 2). Hinter der Jüdcnstraße war an-

1) Möhsen, Geschichte der Wissenschaften a. s. w. S. 313.

2) So hieß sonst der jetzige Theil der Klosterstraße, von der Pa-penstraße bis zur neuen Friedrichsstraße, c^naüi Geck halt, eine Stra-ße ohne Ausgang, die man auch einen Kehrwieder, einen Buhrstah,(Bauer, steh!) und einen Vullcn.vinkel nennt; die alte Stadtmauerstieß nämlich an diesen Winkel, der daher keinen Ausgang hatte. AlsBerlin befestiget wurde, ward hier ein Gang nach dem Walle geöff-net. s. Nicolai, Beschreibung von Berlin. Th. 1. S. 20.