mangcl, wie oben gesagt, sehr ungünstig stehen, sieht manlinker Hand an der Wand ein großes Werk von halb er-habener Arbeit in Holz, 4 Fuß hoch, 4 breit, den heiligenFranziskus, mit einem aufgeschlagenen Buche, auf welchemstehet: Thurncisscr hat mich neues gemarkt, da ich war altund gar vcracht. Anno 1584, also aus der Zeit, wo dieserberühmte Alchymist die Klosterkirche auf seine Kosten aus-bessern ließ i).
Außer den fünf eben beschriebenen Kirchen in Verlinund Köln, aus dem 13tcn Jahrhundert, gicbt es noch zweikleinere Kirchen oder Kapellen, die aber zugleich mit Kranken«Häusern verbunden waren, nämlich die eine innerhalb derStadt, die Kirche zum heiligen Geist nebst Hospi-tal, die andere außerhalb derselben, die Kirche und Hos-pital St. Georgen, deren Ursprung wir etwas nähererörtern wollen.
Die Pilgrimmc welche nach Jerusalem wallfahrten, unddie Kreuzfahrer welche im Ilten und 12tcn Jahrhundertdas Grab Christi aus den Händen der Sarazenen befreienwollten, wurden öfters durch die Weite des Weges, durchVeränderung des Klima's und der Nahrungsmittel krank,schwach und elend, in Scharmützeln mit räuberischem Gesindeloder im Kampfe mit den Feinden des christlichen Glaubensverwundet, und lagen, fern vom Vaterlande und ihren Freun-den, ohne Pflege und verlassen; es traten daher fromme Män-ner aus allen Ländern zusammen, bildeten die unter dem Na-men von Tempelherren, Johannitern und deutschen Herrenbekannten Brüderschaften, und bauetcn Spitäler zur Auf-nahme und Verpflegung der kranken Pilger uud Krieger.Diesem Beispiele zufolge wurden dann späterhin in Frank-reich, Italien, Deutschland u. s. w. ähnliche Krankenhäuserfür die aus dem gelobten Lande zurückkehrenden, hülfloscnund leidenden Kreuzfahrer und Pilgrimme angelegt. Als
t) Da§ graue Kloster. t823. S. 39—19.