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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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erhielten, z. B. im I. 1305 der Herzog Ernst von Sach-sen, der hier starb; im I. 1317 die Tochter des Markgra-fen Otto des Langen, Prinzessin Kunigunda, die sich demKlostcrlebcn gewidmet hatte; im I. 13-10 die KurfürstinMargaretha, Gemahlin Ludwig 1. aus den: baicrischenHause; in: I. 1357 die Kurfürstin Kunigunda, Gemahlindes Kurfürsten Ludwig des Römers, endlich im I. 1365der Kurfürst Ludwig der Römer selbst >). Das Nämlichegilt wahrscheinlich auch von vielen hier beerdigten Ritternund Vasallen, vom Grafen Johann von Hohenlohe, Ritter Phi-lipp von Uttenhofcn, Grafen Johann von Hohenstein, Ge-org von Stein, Klaus von Bach, Großkomthur des deut-schen Ordens, (zu dessen Andenken ein Stein an. Pfeilersteht, und eine messingene Platte auf der Begräbnißstellenicht weit davon liegt), und von mehreren aus der Familievon Blankenfelde, von Ticfenbach, von Arnim, von Bre-dow u. f. w. Nach einer andern Inschrift auf demChor, welche den damaligen Umfang des Ordens und def-fcn Eintheilung in Provinzen, Kustodien und Klaustcrnanzeigt, gehörte das hiesige Kloster zur Provinz Sachsen 2).Die Kirche ist, den hohen Chor mitgerechnet, 166 Fuß5 Zoll lang, 66 Fuß breit, und 50 Fuß 0 ) Zoll hoch. DerUmfang des Klosters erstreckte sich von der Nähe der Pa-rochialkirchc bis nahe an die Königsstraße, so daß die Kir-che von beiden Seiten von Klostergebäudcn umgeben wurde,deren Vorderfrontc an der davon benannten Klostcrstraßelag, während Hintergebäude und Gärten bis an die alteStadtmauer gingen; denn jenseit der Klosterstraße bis zurjetzigen Königsbrücke war Berlin damals noch nicht ange-bauet. Zwischen dem Kloster und der Königsstraße befandsich nur die auch vermuchlich am Anfange des leiten Jahr-hunderts angelegte Kurfürstliche Burg, das hohe Haus

1) DaS graue Kloster. 1823. S. 55.

2) Das graue Kloster. 1323. S. 18 u. folg.

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