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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Johann und Otto, nach einer in der Kirche zun? grauenKloster befindlichen Inschrift i), dem Franziskaner.Orden,von der Farbe der Kleidung der Mönche, die grauen Brü-der genannt, die großen Räume verliehen, auf welchen Klo.sicr und Kirche gcbauct worden sind. Es scheint jedoch derBau nur im I. lWll begonnen zu haben, als der RitterJakob von Ncbcde seine Ziegelschcune (oder Ziegclhüttc) 2)zwischen Tcmpclhof und Berlin den Mönchen schenkte, unddiese daraus die ersten Steine zum Bau entnahmen, dessenStärke und Festigkeit wir jetzt noch an der Kirche und denUebcrrcsien der Klostcrgebäudc bewundern. Daher die ob-gedachte Inschrift nicht allein die Markgrafen Johann undOtto, sondern auch den von Ncbcde als Stifter des Klo-sters nennt. Zuerst ward der Grund zur Kirche, als dasWichtigste und Wesentlichste, dann zu einem kleinen Klo-stcrhausc gelegt. So wie aber reiche Spenden von from-men Fürsten, Bürgern und Nachbarn den Klosterbrüdernbedeutendere Mittel an der Hand gaben, wurde das Ganzeimmer mehr erweitert und ausgebauet. Die Annale» nen-nen unter den Ascanischcn Regenten, außer Johann undOtto, den Markgrafen Waldemar, der dem berlinischen Fran-ziskancrkloster Schenkungen machte, so wie er im I. 13VVdas Franziskanerklostcr zu Sagan in Schlesien, und dieKirche Pctri und Pauli daselbst für den Orden auf eigeneKosten crbaucte 2). Eben so können wohl als Wohlthätcrdieser geistlichen Anstalt die Fürsten gepriesen werden, wel-che zu der Zeit wo die Markgrafen von Brandenburg nochkeine besondere Erbbegräbnisse hatten, und sich meist indenjenigen Klöstern, welche sie gestiftet, oder da, wo siedem Prior oder Fratcr Guardian wohlwollten, beerdigenließen, in der Kirche zum grauen Kloster ihre Ruhestätte

1) Küster, Th. II. S. 600.

2) Das graue Kloster. 1823. S. 17. lobknrre« ste Leveste st»-iravit kratrlvus lur^us loci larericistiiiznr «!c.

st) Das graue Kloster. 1823. S. 51.