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tcte, denn cs gab schon Franziskaner-Kloster im I. 1223zu Scchcmsen, 1255 zu Kyritz, 1267 zu Stendal, 1276 zuFrankfurt u. s. w. Daß ebenfalls zu Berlin vor Erbauungdes grauen Klosters, in der zweiten Hälfte des 13ten Jahr-hunderts, Franziskaner waren, geht aus folgender Erzäh-lung des Angclus oder Engel (^nnal. bisrcli. p. 103.)hervor. Im I. 1250 zeigte sich nämlich in Zchdcnick,8 Meilen von Berlin, Wunderblut. Als die Nachrichtdavon hiehcr kam, reifctcn Ruthgarius, Bischof des Bran-denburgfchcn Sprcngcls, und die Markgrafen Johann undOtto und deren Schwester Mcchtilde mit ihrem Beicht-vater Hermann von Langcle, dem Lektor im grauen Klosterzu Berlin, nach Zchdenick, um sich selbst davon zu unter-richten. Hier ist also offenbar schon ein Franziskaner-Lektor; denn der von Engel anticipirte Ausdruck: grauesKloster: bezeichnet nur Franziskaner. Da nun das eigent-liche Kloster wahrscheinlich erst 20 Jahr später erbauetist, so mußten die Franziskaner wenigstens eine sogenannteMission, ein Oratorium, ein kleines Kollegium hier gehabthaben. Denn ein Beichtvater und Spender des heil. Abend-mahls setzt einen oder mehr Diakonen, und ein Lektor einLcktorium und Zuhörer voraus. Kurz cs gab schon im I.1250 Franziskaner in Berlin, deren Wohnstellc man nichtweiß, und welche der Annalist ein Kloster nennt i). Viel-leicht war diese Mission in dem Hause der SpandaucrstraßeNr. 16., das Küster als das älteste in Berlin bezeichnet,und von welchem er erzählt, daß, laut einer Tradition,dasselbe ein Kloster gewesen sei, und durch einen unter-irdischen Gang mit dem grauen Kloster in Verbindunggestanden habe ^). Im I. 1271 haben die Markgrafen
1) Das graue Kloster in Berlin, von I. I. Bcllermann. 1823.S. 19—30.
2) Küster, Th. III- S. 69. Von diesem unterirdischen Ganghaben sich späterhin keine Spuren vorgefunden, indeß muß mandoch dieses Haus, nach der erwähnten Tradition, für ein Franzis-kanerkloster gehalten haben.
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