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chen wiederum sein großes Alter bekundet; auch erkenntman in den oben bald mehr oder minder hoch anfangendenZiegelbau, so wie in einer niedriger ablaufenden Granit-mauer an dem vorderen Vorsprunge der Mittagsseite, deut-lich die Ruine eines früheren, und wahrscheinlich des frü-hesten Aufbaues, so daß dieses Mauerwerk, mit der niede-ren Spitzbogenthür, und mit seinen schmalen, oben gerun-deten Fcnsterchen, jetzt wohl als das älteste in der ganzenStadt angeschen werden muß ^). Das klebrige gehört zudem spatern Aufbau des 15ten Jahrhunderts, und hier-über, so wie über das Innere wird das Nöthige in denfolgenden Abschnitten dieser Geschichte vorkommen.
Die Marienkirche, sonder Zweifel die schönste deralten Kirchen Berlins, ist wahrscheinlich in der Mitte oderin der zweiten Hälfte des 13tcn Jahrhunderts erbauet wor-den, wenigstens wird sie zuerst mit der St. Nikolaikirchein dem Briefe erwähnt, wodurch im 1.1292 elf Bischöfe unterPabst Nikolaus I V. allen denen, die beide Kirchen begabenwurden, auf den drei hohen Festen der Christenheit und an-deren Gcdächtnißtagen der Heiligen einen Mägigen Ablaßertheiltcn. Sie hatte mit der St. Nikolaikirche, mit wel-cher sie scheint schon frühzeitig vom Bischof von Branden-burg zu einer Probstci vereiniget worden zu scyn 2), eben-falls Thcil an den in den Jahren 1300, 1332, 1330ausgeschriebenen Jndulgenzen 3), wodurch der Ausbau unddie Vergrößerung der Kirche gefördert wurde, indeß mußdieser Bau, aus Mangel an Mitteln nur langsam vorge-schritten sein, da der Rath zu Berlin sich gcnöthigct sah,
1) Or. C. Seidel, die schönen Künste u. s. w. S. 15.
2) Sowohl Berlin als Köln gehörten zu dem Sprengel deSBischofs von Brandenburg. Nach Nicolai (Einl. S. XVIl.) findetman im I. 1265 einen Probst Theodorich (Dietrich), und in den I.1275 und 1277 einen Mceprobst Ludwig zu Berlin als Zeugen beiUrkunden.
I) Die St. Marienkirche (vom Stadtrath Klein). 1N19. S. 6—8.