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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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und es noch darauf ankam, das Innere mit goldenen und sil-bernen Gefäßen, Meßgewändern, Büchern und andern Kir-chcnzicrrathen auszuschmücken, so gaben elf Bischöfe im I.1352 einen Indulgenzbricf, welcher denjenigen, die hierzuselbst etwas hergeben oder neue Donationen von andern aus-wirken würden, einen 40tägigcn Ablaß versicherte i). Aberder alte Bau sammt allen späteren Zusätzen und dem innerenSchmuck der Kirche wurde, nach einigen im I.1367, nachanderen im I. 1377 durch Feuer beschädiget, und im I. 1386durch eine große Fcucrsbrunst fast gänzlich zerstört. Obwohlnun auch damals ein im Namen Pabst Urban Vi. der Kirchegeschenkter Ablaßbrief eine schnelle Wiederherstellung möglichmachte, so reichten doch die vorhandenen Mittel nicht hin,den Bau von Grund aus neu aufzuführen, und indem mandie alten Mauern zum Theil stehen ließ, gcrieth vor Ablaufvon 80 Jahren die Kirche wieder in einen so elenden Zustand,daß man den Einfall derselben alle Augenblick besorgen mußte.Es ertheilte also im I. 1460, unter der Regierung Frie-drich's II. aus dem Hause Hohenzollcrn, der Bischof Frie-drich zu Brandenburg einen Ablaßbrief für alle zum Baue bei-steuernde fromme Seelen, und auf solche Weise ward danndas Werk bis zum 1.1487 völlig ausgebauct und vollendet,mit Ausnahme der hohen Spitze des Thurms, welche jedocherst im I. 1514 aufgesetzt wurde 2). Nach dem NiedernAufbau zur Linken der obcrn Vorderwand zu schließen, hatwahrscheinlich die Kirche, einer altgewohnten Form ent-sprechend, ehemals zwei Thürme gehabt, die nach untenzu nur etwas schmaler zugelaufen sein werden als derjetzige. Der breite Unterbau des Thurmes besteht von al-len Seiten bis ganz hoch hinauf aus behaucncm Granit,dessen Bearbeitung in den scharfen Ecken und geraden Fla-

t) Schmidt, collecUrnea Lcrollliensiuin. 1?31. Oeo.

IV. x->». 13.

2) Ribbeek, die Nikelaikirche, S. 5. vr. C. Seidel, die schö-nen Künste in Berlin. 1828. S. 11.