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neu, dcr Kietz. So mögen dem: auch auf dcm Platze, wojetzt Berlin und Köln stehen, an beiden Ufern dcr Spree,wendische Familien, welchen dcr ergiebige Fischfang in die-sem Flusse sicheren Unterhalt versprach, sich frühzeitig schonniedergelassen haben, und so zuerst einzelne Fischerhüttcnund späterhin ein paar Fischerdörfer entstanden sein ^),wovon das eine auf dcm wüsten Acker (to dcm Ber-lin, im Wendischen) oder dcm sandigen, unbebauten Bo-den am rechten Sprceufcr lag, das andere dagegen aufdcr linken Flußseitc, von seiner sumpfigen Lage den Namenvon Köln erhalten zu haben scheint. Denn Nicolai 2)bemerkt, daß man auf Wcnd. Koll, einen ins Wasser ge-schossenen Pfahl, und Kollnc, Gebäude nennt, welche inmorastigen Gegenden auf solchen erhabenen Pfählen stehen.Da nun ein Theil der ältesten Häuser in Köln, vermögedcr Lage dieses Stadtthcils, auf solche Weise hat ange-legt werden müssen, so hat diese Etymologie vieles für sich;man müßte denn lieber, Köln, nach dcr weiter unten vonuns angegriffenen Vcrmuthung, als eine Kolonie von Rhein -und Niederländern betrachten wollen, und annehmen, daßdiese Fremdlinge den Namen von Köln vom Rhein in dieMark eben so verpflanzten, als denjenigen von Frankfurtan der Oder 2). Was Berlin betrifft, so ist nicht zu über-
1) darcaeus in seinen Luccess. kamil. scigt beim JahrInter urvos' Lerliu, er l?Qtz<1ain oertis oonststicmilms cle capNurapisciurn in Ilavclo convenit. Dies Dokument ist aber nirgendsvorhanden, und da Garcäus QM Jahr später gelebt hat und keinenGewährsmann anführt, so läßt sich daraus die Existenz von Berlinals Stadt vor Albrecht I. nicht beweisen.
2) Nicolai, Einlest, zur Beschreib, von Berlin, S. IV.
3) Wilken, zur Geschichte von Berlin und seinen Bewohnern,im histor. geneal. Kalender, 18M. S. 8. Die Ableitung des Na-mens Köln von den daselbst wohnenden Kohlenbrennern, nach Leu-tinger, läßt sich auf die nämliche Linie mit dcr vom Jesuiten Bisselstellen, der da meint, eine so schöne Stadt wie Verlin, müsse denNamen von einer Perle haben, und gleichsam ein Perlcin heißen.