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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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fürstcn Arminius herleitet, mehr darum zu thuu gewesensein, auffallende Hypothesen aufzustellen, als ihre Be-hauptungen auf bewährte Thatsachen zu begründen.

Ob Berlin, ob Köln in der Periode, wo die Wendenim Besitz der Marken wann, entstanden ist, bleibt eben-falls eine sehr problematische Frage; jedoch giebt es einigenicht unwahrscheinliche Gründe zu Gunsten dieser Muth-maßung.

Die Wenden trieben, außer Fischerei und Jagd, auchAckerbau, und legten allmählig an der Havel und Spreefeste Wohuplätze an, von denen mehrere bald zu einer ge-wissen Bedeutsamkeit gelangten. Daher finden wir Spurenwendischer Abstammung in den Namen verschiedener Ort-schaften in der Umgegend von Berlin, deren früheres Da-sein unbezwcifelt ist, als Brcnnibor (Brandenburg), Poz-dupimi (Potsdam), Köpnick, Glienicke, Britz, Buckow, Lie-hen, Spandow u. f. w. 2). Da Fischerei aber der vorzüg-lichste Nahrungszwcig dieser Völkerschaften war, so siedel-ten sie sich am häufigsten an Flüssen und Seen an; diesekleinen Niederlassungen oder Gruppen von Fischerhüttcnwurden Kietze 2) genannt, und noch heißt in mehrerenStädten wendischen Ursprungs, als Brandenburg, Pots-dam, Spandow, Köpnick, der Thcil wo die Fischer woh-

1) Brcnnibor (Brandenburg) die Hauptveste der Haveller, bedeu-tet Schutzwehr deS Waldes, von Wend. Brenny, Schutzwehr, undBor, Wald; Pozdupimi, aus der Präposition Po, unter oder an,welche vor d und t des Wohllauts wegen PoS oder Pot ausgesprochenwird, und den Dativ regiert, und auS Dup, Eiche, im Dat. pwr.Dupimi, d. h. der Ort an den Eichen; Köpnick kommt von Kopam,einem Graben; Glienicke (Glienick) Lehmgrube; Britz, von Briese,einer Birke; Buckow, vom Wend. Buck, einer Buche; Lietzen oderLutzow (bei Charlottenburg), von Lis, einem Busch, oder lietzen, lie-gen; Spandow, von spanja, schlafen d. h. Ort der Ruhe; s. Her-mes, etymologisch-topographische Beschreib, der Mark.

2) Kietz kommt von ketz, fischen, oder nach Adelung, von keitza,keischa, einer niedrigen Hütt«, wie die Fischerhüttcn.