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Stämme gcthcilt, jeder mit besonderem Namen, bewohntendie Hcvcllcr i), Stodcrancr und Williner die Mittclumrk;die Brizancr die Prignitz; die Uckcrcr die Uckermark; dieLebusier und Sidincr die Neumark 2), kämpften mit Muchund abwechselndem Glücke einige Jahrhunderte hindurchgegen ihre mächtigen Nachbaren, vorzüglich gegen die wahr-scheinlich aus Holstein und Jütland herstammenden Sach-sen, zu deren Gebiet die Altmark gehörte, und behauptetenihre Unabhängigkeit in den Marken vom fünften bis zumdreizehnten Jahrhundert, wo Albrccht der Bär, der ersteMarkgraf von Brandenburg, und seine nächsten Nachfolgeraus dem Hause Anhalt die Wenden nach und nach unter-jochten, und nachdem sie diese Völker zum Chrisicnthumbekehrt, deutsche Herrschaft, deutsche Verfaßung, deutscheSprache und Sitte in die hiesigen Gegenden einführten.
Es muß denjenigen, welche annehmen, Berlin undKöln stamme schon aus der Zeit der Semnoncn, wie z. B.Gündling 2), wenn er das sucvische sVirllium)
in Ptolomäus Erdbeschreibung, für Berlin hält, und darausVirulinum und dann Lerliiaum, bildet, oder Bödeker 4),wenn er uns erzählt, daß unter den Suevcn eine Nationgewesen, Koldni genannt, welche vcrmuthlich Köln erbauethabe, oder endlich Leutinger 2), wenn er, ohne alle histo-rische Beweise, die Stiftung Berlin's von dem Cherusker»
holz,. Abhandlung von der topographischen Beschaffenheit der MarkBrandenburg in den alten Zeiten. 1760.
1) Die Hevcllcr oder Haveller zerfielen wiederum in Ploni (Be-litzer); Nutici (Saarmünder); Zawiaci (Zaucher); Zpriawani (Spree-Wenden), zu deren Gau das Weichbild von Berlin einst mit gehört hat.
2) Pölitz, Geschichte der Preußischen Monarchie. 1818. S. 23.
H I. P. Süßmilch, Berlins Wachsthum und Erbauung, Ber-lin 1732. S. 54.
4) G. Gottl. Küster, Altes und neues Berlin. 1737—17L9.Th. I. S. 6.
5) I/eutrirZeri Loinrnentat. ^larclriae, all. A.Ü5teri, häv. III.p. 129.