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1 (1842)
Entstehung
Seite
497
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scheinen oder ercelliren wollte, sondern, weil es so Seine Na-tur war, und Er nach dem Impuls derselben nicht anderskonnte. Darum verließ Ihn auch nie die Wahrhaftigkeiteiner schmucklosen, edlen Einfalt, und wenn Er einem aus-gezeichneten, verdienstvollen Manne den schwarzen Adler-Ordengab, sah Er nicht anders aus, als wenn Er einem unschul-digen, Ihm in Seinen Gärten begegnenden Kinde eine Blumeschenkte.

Auch Charlotteuburg war dem Konige lieb undangenehm, wo Er oft, namentlich im Herbste, sich aufhielt.Wenn Paretz in seiner ländlichen abgeschiedenen Stille an-zieht, der neue Garten in seiner Heiterkeit belustiget, Sans-souci iu seiner Feierlichkeit zum coutemplativen Ernst einla-det, und die Pfauen-Insel in ihrer gemüthlichen Abgeschlossenhcit das Gefühl der Behaglichkeit giebt: so trägt Charlot-tenburg in seinem großartigen Schlosse, mit dem es umgeben-den an den Ufern der Spree gelegenen, an ländlichen Fernsichten reichen Parke den imponirenden Charakter KöniglicherPracht. Die weiten inneren, mit Gemälden und anderenKunstgegenständen geschmückten Räume dieses heiteren Schlos-ses sind ganz für glänzende Königliche Feste geeignet, undes wurden solche, von der Zeit der unvergeßlichen KöniginnCharlotte her, darin oft gegeben. Gern durchwandelt man dieseprächtigen Säle, bei deren Betrachtung lehrreiche historische va-terländische Erinnerungen erwachen. Im Schlosse selbst liegtdie Kapelle, deren innere einfache Einrichtung den Eintreten-den zur Andacht stimmt. In früheren Zeiten, wo der Hof esnoch liebte, privatim sogenannten Hof Gottesdienst zu halten,

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