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Iwciter Abschnitt.
Geistige (intcllcetucllc) Eigenthümlichkcit.
Man würde übertreiben, sich einer historischen Unwahr-heit schuldig machen und verfallen in eine unwürdige Schmei-chelei, (welche diese Schrift nicht beflecken soll, und die demselig Vollendeten zuwider war) wenn man den König Frie-drich Wilhelm tll. neben jene großen, eminenten Herrscher stel-len wollte, die durch das Ucbcrgcwicht eines Alles umfassen-den, überflügelnden Geistes den Geist ihrer Zeit bestimmtenund beherrschten und ihm ihre individuelle Signatur auf-drückten.
So kann Er z. B. mit Seinem Ahnherrn Friedrich demGroßen gar nicht verglichen werden, denn Beide sind ganzverschiedenartige Naturen. Wenngleich in dem Bestreben,die allgemeine Landcswohlfahrt zu befördern, der Eine, wieder Andere, stets von derselben reinen Absicht beseelt und da-bei in dem letzten Resultat Dieser noch reicher und glücklicherwar, als Jener, so gestalten doch die darin wirkenden Hcbel-kräste, in ihren Impulsen, Motiven und Mitteln, sich inBeiden ganz anders. Beide hatten Ein Ziel; aber die Wege,auf welchen sie dahin gelangten, sind im höchsten Grade di-vergent. Wenn man Friedrich den Großen ein strahlendesGenie nennen kann, so hatte Friedrich Wilhelm III. nur Ta-lente; aber Talentes die durch den Einfluß Seines Schicksalssich zu einer seltenen Harmonie und Ganzheit ausgebildethatten. Wenn Jener in kräftiger Autopsie dastand, überallSelbstherrscher, und Alles vor ihm nur sein Diener und In-