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Vierter Abschnitt.
Das Lebe» des Königs in Seinen (Härten.
Im Sommer lebte der König gern in Seinen Gärtenund bewegte sich viel im Freien. Aber auch hier folgte Erdem Grundzuge Seines Gemüthes und suchte dos Einfachsteaus. Wenn Er den Mittag auf der obersten Terrasse inSans-souci gespciset hatte, hielt Er sich am Morgen, Abendund des Nachts in dem großen einsamen, stillen neuen Pa-lais auf, welches Prachtgebäude Friedrich der Große unmit-telbar nach beendigtem siebenjährigen Kriege hat bauen las-sen, seinen besiegten Feinden zn zeigen, wie wenig seineMittel und Kräfte erschöpft waren. Dieses Riesenschloßhat viele Millionen gekostet und ist reich an großen prächti-gen Gemächern, angefüllt mit den mannigfaltigsten Kunst-schätzcn. Aber wenn Friedrich Wilhelm III. hier wohnte,wählte Er die entlegensten, stillsten und einfachsten Stuben,und in den daran grenzenden schattigen Lindenalleen sah manIhn in den Nachmittagsstunden allein, ohne alle Begleitung,in einem Buche lesend, langsam auf- und abgehen. Dabeibeobachtet zu werden, war Ihm unangenehm: und doch blie-ben die Königlichen Gärten auch bei Seiner Gegenwart demgcsammten Publicum stets geöffnet. Unter Friedrich II. undFriedrich Wilhelm II. waren, wenn sie sich daselbst auf-hielten, alle Zugänge und Thurm mit Wachen besetzt.
Den neuen Garten, wiewohl am See romantisch gele-gen und reich an den schönsten malerischen Banmgruppen,