läßt sich nur mitempfinden, nicht beschreiben. Dem Rein-sten und Besten, was der König dachte und that, drückte Erauch immer gern das Gepräge der Pietät auf. Später ließEr auf demselben Hügel, in der Nähe des Blockhauses, eineschöne Landkirche sür die Bewohner der Pfauen Insel und derbenachbarte» Gegend bauen. Aus dem Fichtenwalde schauenHaus und Kirchthurm in's stille Thal hinab: gern blickt manzu dieser Höhe hinauf. Vorzüglich schön ist hier, von Bäumenumschattet, der trauliche Weg an den Ufern der Havel. Undwenn am Abend die Glockentöne durch's Thal hallen unddas Herz zur Andacht stimmen, gedenkt man gern des un-vergeßlichen Herrn, der hier glücklich war und glücklichmachte. Der König besuchte Sonntags oft diese Bergkapelle,und erbauete sich, wie in Paretz, gern in einer Landkirche,wo es am Stillsten geschehen konnte.
Als sie erbauet werden sollte, fragte mich der König:„ob ich einen tüchtigen frommen jungen Geistlichen, der sichfür diese Stelle eigene, kenne?" Nach dem Wunsche des Hof-gärtners Fintelmann auf der Pfauen-Insel schlug ich seinenVetter, den er hatte erziehen und bilden lassen, den Candi-daten und Lehrer am Königlichen Eadetten-Corps, Fintelmann,um so lieber vor, da derselbe in seinen theologischen Prüfun-gen wohl bestanden, und die besten Zeugnisse über seine wis-senschaftliche und. sittliche Ausbildung mir vorgelegt hatte.Wiewohl ich damit meinen Vorschlag motivirtc, so ging derKönig doch nicht darauf ein, und schwieg, so daß es schien,als sei er nicht geneigt, die Bitte zu erfüllen. Als aber derKirchenbau langsam zu Stande kam und später das hoheMinisterium der geistlichen Angelegenheiten drei andere wahl-fähige Candidaten in Vorschlag brachte, strich der König