schlössen Und bekommt darin etwas Vertrauliches. DiePfauen-Insel liegt, wie in einen Rahmen eingefaßt, als einheiteres Bild im Thale und man übersieht sie in allen ihrenGruppen, ihren äußeren Umrissen nach. Auf dieser stillenHöhe sammelt sich gern, wie von selbst, das Gcmüth: eswird ihm wohl und „hier mochte man Hütten bauen." DerKönig ließ hier eine Hütte bauen, und zwar, — Keinerwußte warum, — ein Russisches Blockhaus, mit allen ihmeigenthümlichcn nationalen Einrichtungen und nach einemPlane, den Er von einem Russischen Baumeister in St.Petersburg hatte kommen lassen. Zum Kastellan machte Ereinen geborenen Russen mit Namen Ivan, — ein schöneralter Mann mit langem weißen Bart, in der bequemen Rus-sischen National - Tracht.
Als ein Jahr darauf der Russische Kaiser Nicolaus I.und seine Gemahlinn, die Kaiserinn, zum Besuche in Berlinund Potsdam waren, die noch nichts von diesem Bauewußten, führte sie der König dahin. „Siehe," sprach Erzu Seiner Tochter Charlotte, „ein Russisches Bauerhaus. Esist eine vollkommen treue Copie des Blockhauses, das Dirso wohl gefiel, und in welchem wir froh waren, als ich Euchin Petersburg besuchte. Du wünschtest Dir damals ein sol-ches Haus, und meintest, man könne darin eben so vergnügtsein, als in einem Kaiserlichen Pallaste. Dieß Dein Worthabe ich behalten und zum Andenken daran gerade ein sol-ches Haus hier Dir zu Liebe erbauen lassen. Heute wollenwir froh es einweihen, und nach dem Dir theu erstenNamen soll es heißen für immer: Nicolskom"
Welch' ein patriarchalisches, glückliches Familienfest! Es