wohlwollend. Wenige aber nur gesprächig, und die Allerwe'nigsten beredt gesehen und gehört, was Er im hohen Gradesein konnte und war, wenn die Wichtigkeit des Gegenstandeses mit sich brachte und Er sich dazu aufgelegt fand. WarEr in einer religiösen Stimmung und ging diese in einesanfte Wehmuth und Sehnsucht über, so wollte Er durchNichts darin gestört sein.
Langsam und schweigend ging Er auch jetzt nach demSchlosse zurück, und entließ mich; der vorher angekündigtegemeinschaftliche Abend-Thee wurde abgesagt. Des anderenTages sagte mir der Adjutant, Oberst von Witzlcben, daßder König spät noch denselben Weg zur Halle der seligenKöniginn beim Mondschein gemacht, und beim Schlafengehengesprochen habe: „Die Stille und Ruhe der Nacht hat mirwohlgethan. Die Wahrheit des biblischen Ausspruches: „Wennihr stille bliebet, so würde euch geholfen," habe ich auss Neuewieder an mir bestätigt gefunden." So war Sein Gemüth:Er wandelte vor Gott und war fromm.
Aber je mehr es Ihm damit ein heiliger Ernst war, jestiller war Er Er hielt dann Seine Kraft zusammen:mochte sie nicht durch Worte zersplittern, oder sich zersplitternlassen. Bei aller Neigung zur Andacht, hat man nie An-dächtelei, nie eine Geräusch machende Frömmigkeit an Ihmbemerkt. Das reine Gefäß, worin Er den geistigen Duftdes ewigen Lebens sammelte, hielt Er gerne verschlossen.
In der Nähe der Pfauen-Insel, ihr schräg gegenüber,liegt nach der Südseite ein anmuthiger, mit hohen Fichtenbewachsener Hügel; die Aussicht auf demselben ist halb ge-