Dic ganze Gesellschaft lagerte sich aus ausgebreitetenTeppichen. Die Königinn lehnte sanft ihr Haupt an dicSchulter des Königs, Seine Hand in der ihrigen haltend.Fröhlich spielten dic lieblichen Königlichen Kinder umher.Alles war bei einem frugalen Mahle in sanfter, heitererStimmung. Nach einem schönen Sommertage ging präch-tig die Sonne unter, und aus dem nahen Gebüsche ertöntewie Abendsegen dic sanfte Abendmusik der Gardc-Hautboistcn.Eine heilige fromme Ruhe umschwebte die schöne patriarcha-lische ländliche Scene, und daß dic Erde ein Borhof des Him-mels werden kann, suhlte Jeder. Dieß Gefühl drückte sichdurch feierliche Stille aus, die Keiner unterbrechen mochte;denn für das Unaussprechliche hat die Sprache keine Worte.Dic Königinn blickte im Ausdruck tiefer heiterer Ruhe nachder untergehenden Sonne hin; ihr Blick war Gebet, Dankund Freude. Ihr Angesicht schien wie verklärt, und seit ichsie so gesehen, hat keines ihrer Bilder, auch das beste und ge-lungenste nicht, mir ferner ein Genüge thun können.
„I — im Rohre ist gut Pfeifen schneiden?" „Wie verstehstDu das?" „Das heißt: Kluge Leute wissen die Umstände zubenutzen." „Wenn Du das auf Dich anwenden wolltest:welche Pfeife würdest Du denn jetzt schneiden?" Und derKronprinz antwortete mit der ihm cigcnthümlichcn Anmuth:„Dann würde ich bitten, daß wir hier auf der Wiese unsereAbend-Milch genießen dürften und Alle, Alle, sroh zusammenblieben."
Der König reichte dem hohen edlen Jünglinge scherzenddic väterliche Hand; dic Königinn drückte ihn innig an ihrglückliches Muttcrhcrz, und seine kindliche Bitte wurde erfüllt.