Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
489
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ein frugales Mahl, in 'Liebe gegeben und genossen, waswahrhaft glücklich macht und einen Kreis um uns bildet,in dem sich Alles wohl fühlt, in inniger Verschmelzung.

So war das Leben unseres Königs, der Königinn undIhrer Familie, in einer Reinheit, Heiterkeit und Unschuld,wie man es aus Herrscher-Thronen selten, vielleicht nie ge-sehen hat. Ich erinnere mich dabei einer Familienscene, dielieblich und einfach das anmuthigc Bild wahrer häuslicherGlückseligkeit darstellt. Nach aufgehobener heiterer Tafel aufder Pfaucninsel im Freien, unter alten schattigen Eichen,fragte die Königinn: ,,Wo sind die Kinder?" Und es wurdegeantwortet:Sie sind alle dort auf der Landzunge und spielenauf der Wiese."Können wir sie da nicht überraschen, liebsterFreund?" sagte die Königinn zum Könige.Ja," antwor-tete Er,da müssen wir mit der Gondel einen Umwegdurch's Rohr nehmen, so daß sie uns vorher nicht sehen."

Das geschah: und der König selbst ruderte still, langsamund leise; die Königinn stand in ihrer hohen, edlen Gestaltaufrecht im Schiffe, und ihr seelenvolles, mütterliches Augesah spähend nach dem bezeichneten Orte, und lispelte, jeher man demselben kam:Sachte, stille!" Und nun sprangsie und der König ans Ufer, und die Kinder jauchzten fröh-lich auf, ihren Eltern entgegen, und diese umarmten sie derReihe nach mit inniger, froher, frischer Zärtlichkeit, wie alswenn sie dieselben seit acht Tagen nicht gesehen hätten.

Papa!" fragte der Kronprinz,wo sind Sie herge-kommen?" Der König antwortete:Durch's Schilf-Rohr!"Das ist scharmant!" Auf die Frage:Warum?" sagte er: