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zerschlägt. Es kommt dabei nur immer auf die individuelleBeschaffenheit des jedesmal fungirenden Geistlichen an, sodaß er fern von jedem kalten, todten Mechanismus in dieeinfache, edle Form den lebendigen und belebenden Geist zubringen meist. Geschieht dieß, so liegt gerade in der festenGleichförmigkeit dieser litnrgischen Formen und in der stetenWiederkehr derselben ein eigcnthümlichcr Reiz, indem sie,nach dem Zeugnisse der Erfahrung, den christlichen Gemein-den, namentlich den mittleren und unteren Volksklassen, umso mcrther und wichtiger erscheinen, je bekannter und ver-trauter sie ihnen im Wechsel des Lebens und damit ein fe-ster Führer werden."
„Ich habe viel über diese Sache nachgedacht und gele-sen, pro und contra: dieß ist meine wohl geprüfte Ueberzeugung, und kann kein Widerspruch sie mir rauben. DenGrundsatz Friedrichs: „Jeder kann in meinem Lande nachseiner Fa<,-on selig werden!" muß ich darum, wenn von derStellung des Regenten gegen die evangelische Landeskircheund seiner Obliegenheit gegen sie die Siede ist, für einen u»richtigen und gefährlichen erklären, und hat derselbe leiderverderbliche Folgen genug erzeugt, welchen Schranken zusetzen die höchste Zeit ist."
„Die Praxis Friedrichs," bemerkte ich, „war jedoch da-bei besser, als seine Theorie." „Wie so?" fragte der König.
„Der General von Nüchel hat mir erzählt, daß er ei-ner Taufe in Potsdam beigewohnt habe, bei welcher Frie-drich Gevatter stand. Der taufende Feldpredigcr glaubte seineSache recht gut zu machen in einer Lobrede auf Friedrich