Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
476
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mentlich dcr Einführung moderner Gesangbücher sich wider-setzten, stets zu ihren Gunsten entschieden und gern ihreWünsche erfüllt. Das orthodoxe System war ihm alsVolksglaube in seiner festen Konsequenz lieber, als dasschwankende periclitirende Ncologische, und er hat, wo esauf Erhaltung und Bewahrung ankam, jenem, wiewohl esnicht das seinige war, doch stets in dem ihm bciwohncnden Rcspcct vor dem Antiken den Vorzug vor diesem ge-geben."

Mit wahrem Acrgcr habe ich oft hören und vor Kurzem noch lesen müssen, daß man ihn einen Heiden nannte,der keine Ahnung von der Göttlichkeit des Christenthumsgehabt habe. Als ob man, da das Christenthum alle christlichen Völker mit seinen hohen Lehren und Institutionendurchdrungen hat und Staatsreligion geworden ist, auchnoch ein Heide sein könnte! Auch der, welcher ihm das Herzabgewendet, hat dennoch, in seiner umschließenden Lust ath-mcnd, Vieles, uud oft das Beste, ohne es zu wissen vondemselben in sich ausgenommen. Die Bibel ist in Lutherskräftiger Ucbersetzung des Deutschen, namentlich evangelischenVolkes Volksbuch geworden und ihre überall circulircndenKcrnsprüche beseelen und regeln das Denken und Handelnauch da, wo man sich der heiligen Quelle nicht bewußtist. Friedrich kannte von seiner Jugend her die heiligeSchrift und ihre vorzüglichsten Sprüche wußte er auswcndig; freilich hat er sie oft ganz verkehrt angewendet, - - weraber mag sagen, daß die großen und ewigen Wahrheiten,die sie enthalten, in den vielen ernsten einsamen Stunden, dieer liebte, ohne allen Einfluß auf seine Denkart, Gesinnungund Gcmüthsstimmung geblieben wären? Ach, dcr elenden