läßt das intellektuelle nach, und Scheidung tritt ein. Be-kanntlich removirte Friedrich den höhnenden Spötter, und wardermaßen über ihn indignirt, daß er ihm sogar verlieheneEhren und Würden wieder abnahm, — zum offenbaren Beweise, daß sittlicher Werth ihm das Höchste war' wie esdenn auch verdient, bemerkt zu werden, daß Alle, die fortdauernd seine Achtung und sein Vertrauen bis an's Endegenossen, untadelhaste, würdige Männer waren."
„In meinem Vatcrlande, der Grafschaft Mark," nahmich das Wort, ,,erzahlt man im Volke eine lustige Anekdotevon Voltaire, über einen unangenehmen Vorfall, der ihmauf seiner Reise mit dem Könige nach Wesel und Eleve begegnct ist. „Wie ist die?" „Majestät kennen sie vielleichtschon, — mit dem Königlichen Leib-Affen?" „Affen? —Sic machen mich neugierig."
„Voltaire war im Gefolge des Königs auf gedachterReise sehr unzufrieden mit den schlechten Wegen, und klagteunaufhörlich über harte, unverdauliche Westphälische Kost-Er behelligte mit seinen Beschwerden den König und wirktedadurch nachthcilig aus dessen Stimmung. Darüber geriet!)er mit dem Königlichen Adjutanten, der das Benehmen Vol-taires tadelte, in Streit. Schon oft von ihm, und jetzt wie-der, sarkastisch gekränkt, dachte er auf Rache und wünschte,ihm einen Possen zu spielen. Früher mit dem Könige angekommen in dem Dorfe Hultrop, zwischen Lippstadt undHamm, benutzte er, wie der König ausgestiegen war undsich im Posthausc befand, den günstigen Augenblick, den um-herstehcndcn Bauern zu befehlen, schnell Harken, Flegel undMistgabeln zu holen und den nächstkommenden Wagen da-