Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
471
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zen Tischgesellschaft, mit seiner Königlichen Beute ans seinenPosten zurück. Der König selbst lachte herzlich, ließ dembiederen, treuherzigen alten Wachtmeister eine Flasche Weinund Kuchen von seiner Tafel bringen, und setzte hinzu:Sokenne ich sie, die guten alten, braven Jungens. Nun Zie-then, eine Prise!" und er reichte ihm was er selten zuthun pflegte, seine Dose."

Köstlich," sprach der König,wahrhast ritterlich; aberso was läßt sich heute nicht nachmachen: originelle Charak-tere nur schaffen es. Die Bonhomie, die Friedrich als Menschim höchsten Grade hatte, die er hegte und bewahrte, weiler sich dabei am Wohlstcn befand und die der Grundzug sei-nes starken Charakters war, ist am Prägnantesten hervorge-treten in seinem Verhältnisse gegen Voltaire. Er ehrteden damals berühmte» Schriftsteller wegen seiner außeror-dentlichen Talente, und vorzüglich zog ihn seine Meisterschaftin der Französischen Sprache an. Er dachte es sich alsein großes Glück, ihn in der Nähe zu haben und mit demgeistreichen Manne umgehen zu können. Er zog ihn unterden glänzendsten Verhältnissen an seinen Hof; ja er mußtehier in Sans-souci neben und bei ihm wohnen. Aber sosehr das Verwandtschaftliche geistiger Kräfte eine wechselsei-tige Annäherung herbeiführte, so schnell bewirkte die großeVerschiedenheit der Charaktere in der Grundstimmung eineinnere Entfernung. Diese trat bald ein, und Voltaire wurdein seiner Verstecktheit, Gleißnerei, Falschheit, Habsucht undHadcrhastigkcit, wohl kann man sagen Bosheit, dem Königeso zuwider, daß er, nach seinem eigenen Geständnisse, ebenso sehr sein Herz verabscheuen mußte, als er seinen eminen-ten Kopf ehrte. Wo aber das sittliche Band zerrissen ist,