als er, noch schlaftrunken, gähnte„Ach Gott! wäre ich dochworden." 5)
Mit den Uebrigcn lachte auch der König, nahm dasWort und bemerkte: „wie charakteristisch es sei, daß Frie-drich, der sich sonst nicht leicht von Andern Etwas gefallenließ und Alles um sich herum in ehrerbietiger Entfernung zuhalten wußte, gerade seine Kammerdiener, wenn er sie ein-mal lieb gewonnen, gern mit Liebe, Nachsicht und Vertrauen,ja treuherzig behandelt habe." — Sonst ist man, im Wechselguter und böser Laune, gedrängt von vielen, oft unangeneh-men Geschäften, sehr geneigt, seinen Unwillen und Jähzornschonungslos gegen Menschen, die uns dienen und aufwar-ten, auszulassen und ihnen damit das Leben nicht nur zuerschweren, sondern auch sie verstellungssüchtig, falsch, hin-terlistig und schlecht zu machen. Die Behandlung derDiener bezeichnet am Besten die wahre, natürliche Ge-müthsstimmung des Herrn, in der man sich hingicbt, wieman ist, und oft wähnt, gegen Subordinirte sich Alles er-lauben zu dürfen. Die gefälligsten, zuvorkommenden, freund?liehen, nachgebenden Menschen gegen diejenigen, die entwederhöher, oder mit ihnen auf einer Linie stehen, sind oft in ih-rem Hause gegen ihre Untergebenen unbarmherzige Despo-ten, und wo dieses der Fall ist, da ist gewiß jenes nichtsals Verstellung und Heuchelei.
') Die LandcscoUcgicn, die jetzt Regierungen heißen, hießen damals 'Krieges- und Domänen-Kammern und ihre Näthc Kriegsräthc;der König hatte von ihnen die Meinung, daß sie sich's gernebequem machten.
und sich reckte, rief er aus:ein Krieg es rath ge-